Zweithund.Einen Zweithund anschaffen – Ältere Hunde und Welpen – geht das ?

Geschrieben von Nito am August 5th, 2012 in Zweithund

Mit einem Senior im Haus, muss man sich die Anschaffung eines Zweithundes sehr gut überlegen. Viele alte Hunde wollen nur noch ihre Ruhe und vor allem nach 12 Jahren ode rmehr Jahren des alleinigen Zusammenlebens mit ihrem Menschen keine Konkurrenten im Haus haben.  Oftmals hängen Hunde nach schweren Krankheiten, sollte ihr Hund diese gehabt haben, noch mehr an ihrem Menschen als sonst. Dies kann dazu führen, dass ihr Hund einen Welpen nur schwer akzeptieren wird.Allerdings gibt es auch viele ältere Hunde, die durch das Zusammenleben mit einem jungen Hund noch einmal aufblühen.  Sie sollten Ihren Ersthund genau analysieren, bevor Sie sich definitiv für einen Zweithund entscheiden:

  • Wie reagiert Ihr Hund auf andere junge Hunde?
  • Inwieweit können Sie ihn kontrollieren, wenn Artgenossen in der Nähe sind bzw. wenn sie Stress mit anderen Hunden haben?
  • Möchte ihr Hund gerne seine Ruhe haben? Sind ihm wildes Gerenne, Aufregung, Unruhe lästig ?
  • Inwieweit ist er körperlich noch in der Lage sich zu bewegen, um sich gegebenenfalls zurückziehen zu können?
  • Können Sie ihm Ruhepausen einräumen und Rückzugsmöglichkeiten?
  • Inwieweit haben Sie Zeit, sich um beide Hunde entsprechend kümmern zu können.?
  • Haben Sie genügend Zeit, um sich mit den Hunden auch einzeln beschäftigen zu können?

Die meisten Probleme zwischen einem Althund und einem Zweithund resultieren daraus, dass sich der Ersthund zurückgestzt fühlt, weil man sich mit dem jungen Hund so viel beschäftigt. Hat man vorher sehr eng mit seinem alten Hund zusammengelebt, so kann die neue Situtation ein Schock für ihn sein und er versucht möglicherweise, den Konkurrenten zu vertreiben.

Deshalb ist es wichtig, dass sich Gewohnheiten und Rituale für den Ersthund nicht ändern. Bis zur Geschlechtsreife des neuen Hundes, sollte der Senior immer deutlich bevorzugt werden.

Als Neuankömmling (Zweithund) hat sich der Welpe aber noch dem Ersthund unterzuordnen. Und hier muss der Mensch das Verhalten der Hunde sehr deutlich beobachten: Was ist eine anagemessene reglementierung des neuen Hundes durch den Althund? Wo beginnt pure Schikane? Sollte der alte den jungen Hund ungerechtfertigterweise schikanieren, dann müssen Sie als Mensch eingreifen und dem Althund ‚Grenzen setzen.  Häufig jedoch, greifen Menschen viel zu schnell ein, weil sie im Welpen das Opfer sehen – selbst dann, wenn der es faustdick hinter den Ohren hat und die Reglementierung durch den Althund nur allzu berechtigt gewesen ist.

Nicht selten ist es nämlich so, dass der Ersthund vor dem neuen Mitbewohner geschützt werden muss, eil der ihn andauernd triezt und ihm keine Ruhe lässt. Viele Althunde lassen sich einfach viel zu viel von Welpen  gefallen. Das ist für beide Seiten nicht gut.

Wenn man sich einen Zweithund anschafft, sollte man aber nicht nur die Problematik des friedlichen Zusammenlebens im Auge haben, sondern noch einen zweiten Aspekt: Der Welpe muss unbedingt die wichtigsten Erfahrungen seines Lebens ohne Begleitung durch den Althund machen. Und auch der Vierbeiner ist froh, wenn er mal ohne den Welpen mit Ihnen spazieren gehen kann.

Die Entscheidung für oder gegen den Zweithund liegt also nun ganz in Ihren Händen.