In einem umfangreichen Systemvergleich hat der ADAC getestet, ob es eine wirklich sichere Methode gibt, Tiere im Auto zu transportieren. Die Hochgeschwindigkeitskameras lieferten beim Crashtest dramatische BilderTest 1: Der ungesicherte Hund

Für Test 1 wurde ein Hundedummy ungesichert auf der Hutablage deponiert. Beim Aufprall flog er wie ein Geschoss nach vorne. Er wurde zunächst gegen die Kopfstütze und Rückenlehne des FAhrersitzes geschleudert, traf dann den FAhrer seitlich am Kopf und prallte schließlich gegen die Windschutzscheibe. Die Aufprallwucht entsprach dabei einem Gewicht von über 500 kg also dem rund 25 – fachen seines Eigengewichts (22kg). Ein richtiger Hund hätte bei solch einem Aufprall keine Überlebenschance, der Fahrer würde zumindest erhebliche Verletzungen davon tragen.

Test 2. Transportkorb auf dem Rücksitz

Für diesen Test wurde ein 4 kg schwerer (oder leichter) Hundedummy verwendet. Die Transportbox war aus Kunststoffmaterial und wurde mit dem Gurt auf der Rückbank gesichert. Beim 50 km /h Aufprall zerbarsten Gittertüre und Deckel, als seien sie aus Glas. Der Hund prallte mit voller Wucht gegen die Rückenlehne.  Im Ernstfall hätte der Hund keine Überlebenschance.

Test 3: Sicherung mit Hundegurt

In diesem Crashtest wurde ein Gurtsystem mit einfacher und eines mit doppelter Anbindung ans Gurtschloss der Rücksitzbank getestet. Beim Gurt mit einfacher Anbindung brach der Karabinerhaken, der Hundedummy krachte voll gegen die Rückseite des Vordersitzes und deformierte die Rückenlehne in erheblichem Maße. Bei einem richtigen Unfall hatte der Fahrer daher mit erheblichen Verletzungen in der Lendenwirbelsäule zu rechnen, wie der ADAC Testleiter erklärte. Bei dem solideren Geschirr ging zwar nichts zu Bruch, weil der Gurt zu sehr nachgab, aber der Hund prallte trotzdem in die Rückenlehne. Auch hier würde ein Crash für einen Vierbeiner tödlich enden.

4. Test: Transportbox im Fußraum

In einem weiteren Test wurde die Box im Fußraum zwischen der Rückbank und dem Vordersitz quer zur Fahrtrichtung platziert. Das Material überstand die beim Aufprall auftretenden Kräfte gut, da die Box keine Bewegungsfreiheit hatte. Für Katze oder Hund besteht also kaum Verletzungsgefahr, aus Platzgründen ist diese Transportform allerdings nur bei kleineren Tieren möglich

Test 5: Transportbox im Kofferraum

Im letzten Test wurde der 22 kg schwere Hundedummy in einem grossen Kennel gesetzt und dieser im Heck des Wagens platziert. Der Kennel und z.T. auch die Rückenlehne wurden beim Crash zwar verformt, sie hielten der Belastung aber stand. Im Ernstfall würden einem Hund also schwere Verletzungen erspart bleiben.

Zubehör fürs Auto : Vom Hundegitter über den Gurt bis zur Transportbox