Hunde sind schnell lernende Opportunisten. Wenn sie merken, dass ein Verhalten belohnt wird, wiederholen sie es. Wird eine Handlung nicht belohnt, oder stösst sie sogar auf Ablehnung, werden sie sie wahrscheinlich nicht wiederholen.Tatsächlich hat die Art, wie Hunde lernen, vieles mit der von Menschen gemeinsam. Auch Kinder wiederholen belohnte Handlungen. Klatscht ein Kleinkind in die Hände, und erhält es dafür Süßigkeiten, wird es die Handlung wiederholen. Nch nur wenigen Versuchen und weiteren Süßigkeiten wird das Kind bereitwillig in die Hände klatschen, um zu demonstrieren, was es gelernt hat. Wird das Kind für das Händeklatschen dagegen bestraft oder ignoriert, ist eine Wiederholung dieser Handlung unwahrscheinlich.

Wir sollten allerdings daran denken, dass eine für uns offentsichtliche Bestrafung in der Tat für einen Hund oder ein Kind eine Belohnung darstelllen kann. Zurechtweisung und Schläge können ein bestimmtes Verhalten mitunter sogar fördern – eine mögliche Erklärung dafür, weshalb sich Kleinkinder im Supermarkt und Hunde in der Gegenwart von Besuchern schlecht benehmen.

Das Ziel einer artgerechten Erziehung ist, dass Mensch und Hund ein gutes Team bilden. Dies gelingt nur, wenn die Grundausbildung auf gegenseitigem Respekt und Verständnis bassiert. Dann gehorcht der Schützling nicht aus Angst, sondern weil er seinem Besitzer vertraut. Für eine gute Ausbildung genügt es nicht, einmal pro Woche die Hundeschule zu besuchen.

Im täglichen Umgang , der geprägt ist durch konsequentes Handeln und die Freude am gemeinsamen Miteinander, lernt der Hund sich unterzuordnen. In einer Hundeschule erfährt der Besitzer darüber hinaqus, wie er seinem Hund die nötigen Umgangsformen beibringt Wie Menschen reagieren auch Hunde in Streßsituationen oft aggressiv. In einer Schule wird dem Halter gezeigt, wie wir damit umzugehen haben.

Üben, üben, üben! lautet das Motto auch bei erwachsenen Hunden. Allerdings sollten solche Befehle wie „sitz“ und „platz“ erst dann erarbeitet werden, wenn der Hund eine enge Beziehung zu seinem neuen Besitzer aufgebaut hat.

Für alle Hunde jeden Alters, ist das „an der Leine gehen“, eine wichtige Grundfunktion. Am besten beginnt man mit diesen Übungen zuhause, denn im Park ist der Hund viel zu aufgeregt, als dass er auf die neuen Befehle achten würde.  Zunächst sollte man den Hund auffordern, einmal ohne Leine mit um das Haus zu gehen. Indem man ihn streichelt und leicht drückt, lockt man ihn neben das linke Bein und gibt den Befehl „Bei Fuss“. Wenn er neben dem linken Bein steht, lobt man ihn, denn die Übung soll schließlich Spass machen. Damit der Hund auch im Gehen neben dem linken Bein bleibt, lobt man ihn ständig weiter.

Sobald der Hund brav bei Fuss geht, legt man ihn an die Leine. Auch dies übt man am besten erst mal zu Hause.  Mit durchhängender Leine geht man langsam voraus, dann gibt man den Befehl. Sobald er wieder deben dem linken Bein steht, wird er gelobt.

Spannt sich die Leine, stoppt man und geht erst dann weiter, wenn der Hund nicht mehr an ihr z ieht. Bald beginnt er zu begreifen, dass er durch ruhiges Mitlaufen schneller in den Park kommt.  Bei Hunden ,die immer wieder ziehen, kann man statt des Halsbandes ein Brustgeschirr verwenden. Es muss gut sitzen und darf nicht scheuern.