Immer wieder werden Welpen in Müllcontainern oder einfach in Kisten und Tüten ausgesetzt gefunden. Eine Konsequenz des Verhaltens vieler Besitzer von Hündinnen und Katzen, die sich das Geld für eine Kastration sparen wollen und sich dann auf einmal mit einer ungewollten Schwangerschaft konfrontiert sehen und die Kleinen einfach wegwerfen.Ich habe eine sehr traurige Geschichte gefunden, die ich an dieser Stelle gerne für Sie publizieren will.  Leider beinhaltet dieser Artikel die Wahrheit. Der Autor Raul Merida ist Präsident der Protectora de Animales y Plantas in Alicante.    Es rührt mich immer aufs Neue und jedesmal zutiefst, wenn ich seine Artikel lese.   Hier sein Beitrag:  Zeit der Dunkelheit.

„Es gibt kein Licht, dass auf die Welt kommt, um versteckt zu werden. Laternen werden angezündet, damit sie die Finsternis erhellen und damit man sie sieht. Kerzen erleuchten uns, sie wärmen die Seele. Die Straßenlaternen weisen uns den Weg, den wir gehen wollen. Es gibt kein Licht, das entzündet wird, damit es ungesehen bleibt.

Ich glaube, dass das Leben vieler Tierewie ein Licht ist, das die verschiedensten Gesichter hat. Sie erleuchten uns, und, in gewisser Weise, weisen sie uns den Weg. Wenn wir sie lassen, werden sie uns immer führen. Sie sind an unserer Seite, in guten wie in schlechten Zeiten. Sie leuchten hell, wenn es Zeit ist, zu spielen und zu toben, und sie scheinen beinahe vor Kummer zu erlöschen, wenn wir einen Schicksalschlag erleiden und eine Zeit der Stille folgt.

Sie schenken uns alles, was sie haben. Sie wollen nichts dafür zurück. Und mit ihren Augen sagen sie alles, ohne dass sich jemals eine einzige Lüge in ihrem Blick spiegeln würde.

Deshalb werde ich niemals verstehen, wie ein Mensch auf die Idee kommen kann, auch nur ein einziges von ihnen seinem Schicksal zu überlassen. Abaer diese Leute, die sich selbst einmal eines dieser hilflosen Wesen anvertraut ahben, zerren sie plötzlich an den Rand ihres eigenen Lebens, werfen sie hinaus, und sehen zu, wie sie langsam am Straßenrand verlöschen.  Und die Tiere, mit dem wenigen Licht, dass ihnen nach der Trennung von allem, was sie immer geliebt haben, noch beblieben ist, schleppen sich vorwärts auf der Suche nach einer kleinen Spur, die sie ihn ihr bisheriges „Zuhause“  zurückführen könnte.

Ich frage mich, ob ihre ehemaligen Besitzerwohl Leute sind, die in ihrem Leben das Glück finden wollen, denn wenn das so wäre ,wie ist es zu erklären, dass sie alles tun, um sich davon so weit wie möglich zu entfernen?  Sie werden wahrscheinlich so sein wie derjenige, der eines Nachts einen Gegenstand, den er verloren hatte, in seinem Wohnzimmer zu suchen anfing. Auf die Frage, in welchem Teil des Wohnzimmers das verlorene Objekt wohl am ehesten zu finden sein könnte, antwortete er: In keinem. Er erklärte, in Wirklichkeit den Gegenstand außerhalb des Hauses , auf der Straße, verloren zu haben, aber dort sei es ja dunkel und er habe kein Licht, um dort erfolgreich zu suchen.

Und so suchen wir oftmals das , was wir haben wollen, an den Orten, wo wir gerne danach suchen, weil es da am bequemsten ist, ohne dass es uns etwas ausmachte, das Gesuchte auf diese Weise niemals finden zu können.

Und so weisen wir das Glück und die Liebe zurück, wenn sie still und zurückhaltend einfach nur da sind, weil sie uns nicht direkt ins Gesicht springen. Und wir treten die Zuneigung und die Hingabe unseres Hundes mit Füßen, weil es gerade zu heiß ist, weil wir in Ferien fahren möchten oder weil wir einfach unseres inzwischen gewachsenen Weihnachtsgeschenkes überdrüssig geworden sind.

Aber die Tiere sind so viel mehr als Geschenke, es sind lebende Wesen mit Gefühlen und die besten Freunde, die ein Mensch haben kann. Bleibt noch die Frage, ob wir denn auch ihre besten Freunde sind?  Wenn ich erleben muss, wie viele diesen Sommer weggeworfen werden, wie lästiger Abfall, kann ich nur sagen : NEIN ! „