Neugeborene Hunde zittern bei Kälte nicht, und in den ersten sieben bis 10 Tagen können sie ihr Fell auch nicht aufstellen, um für eine isolierende Luftschicht zu sorgen. So haben sie eine sehr mangelhafte Wärmeregulierung, und ihre Körpertemperatur steigt und fällt mir der Ausentemperatur. Nach etwas sechs bis

sieben Tagen funktioniert die Wärmeregulierung schon etwas besser, aber wirklich effktvoll wird sie erst im Alter von vier Wochen. Deshalb muss mindestens in den ersten beiden Wochen für zusätzliche Wärme gesorgt werden, auch wenn die Welpen zusammen mit der Mutter in der Wurfkiste sind, und länger noch, wenn die Hundebabies allein sind (Waisen, von der Mutter nicht angenommene oder handaufgezogene Welpen)

Die Zimmertemperatur sollte bei 30 bis 33 Grad liegen . Sollte die Zimmertemperatur tiefer, mindestens jedoch bei 21 Grad sein, dann muss man für eine zusätzliche Wärmequelle am Lager sorgen.

Dabei ist allerdings Vorsicht geboten. Wegen der mangelhaften Wärmeregulierung beim Welpen ist eine direkte Wärmebestrahlung auf eine Körperpartie nicht angebracht und kann sogar die Haut verletzen.

Alle zwei Wochen kann die Zimmertemperatur um etwa 3 Grad gesenkt werden, bis eine normale Temperatur erreicht ist.

Zusätzliche Wärmeversorgung für Welpen

Heizkörper oder Heizöfchen

Für das Lager:

  • Gut eingepackte Wärmflasche
  • Heizkissen unter das Bett legen
  • Infrarotlampe oder schwache Glühbirnen

Achtung:

  • Welpen dürfen nicht direkt mit dem Heizkissen in Berührung kommen, sie könnten sich verbrennen
  • Infrarotlampen nicht zu dicht an die Welpen stellen, sie könnten lokale Überhitzung erzeugen oder sogar Verbrennungen

 

Meine letzten Welpen wurden Ende März geboren, da war es sogar hier in Spanien noch recht kalt.  Zumindest für die Welpen und ihre stillende Hundemama war es in der Wurfkiste zu kalt.  Ich hatte Infrarotlampen oberhalb der Kiste angebracht und zusätzlich rund um die Uhr einen Heizofen vor das Eck gestellt, indem die Wurfkiste untergebracht war.  Vier Wochen lang hielt ich somit eine konstante Wärme von ca. 30 – 33 Grad.

Was  ich auch von meinen erwachsenen Hunden gerlernt hatte,  war die Tatsache, dass Hunde frieren.   Im Winter, wohlgemerkt im spanischen Winter ! – ohne Eis und Schnee – liegen meine Hunde immer an den wärmsten Plätzchen.  Nahe der Heizung, in dicken Hundebetten oder teilweise auch in meinem Bett – unter der Zudecke.   Im Sommer käme ihnen solch eine Schlafverhalten niemals in den Sinn.  Im Winter ist es obligatorisch.  Mir tun daher alle Hunde, die kein warmes Plätzchen in ihrem Zuhause haben oder gar im Freien kampieren müssen, aus tiefster Seele leid.

Besonders für Welpen ist die Wärmeversorgung immens wichtig

Gerade wenn eine Hündin mehrere Welpen geboren hat, sollten Sie darauf achten, dass wirklich alle Welpen, auch die, die keinen Platz mehr am Bauch oder an der Brust der Hundemutter finden, ausreichend mit Wärme versorgt werden.  Neugeborene Welpen frieren.