Ultraschalluntersuchungen sind aus der Tiermedizin nicht mehr wegzudenken. Sie sind eine sanfte Methode, die zur erstmaligen Diagnose und zur Verlaufskontrolle von Erkrankungen beliebig oft angewendet werden kann. Bei einer Ultraschalluntersuchung werden verschiedene Körperregionen mit Hilfe von Ultraschallwellen bildlich dargestellt. Der Tierarzt sieht unmittelbar ins Körperinnere und kann die Bilder in Echtzeit beurteilen. Im Gegensatz zum Röntgen zeigt der Ultraschall die innere Struktur der Organe und daher gegebenenfalls Veränderungen.

Und so gehts: Ein Schallkopf sendet Ultraschallwellen aus. Diese werden im Körper des Tieres je nach Gewebeart absorbiertoder reflektiert. Der Schallkopf empfängt die reflektierten Wellen wieder, dient also abwechselnd als Schallsender und -empfänger. Die reflektierten Schallwellen werden in elektrische Impulse umgewandelt, verstärkt und auf einem Bildschirm dargestellt. Diese zweidimensionalen Bilder vermitteln eine räumliche Vorstellung von Größe, Form und Struktur der Organe, Weichteilgewebe und Gefäße. Die besonderen Verfahren der Doppler-Sonographie liefern zusätzlich Informationen über die Strömungsrichtung, Geschwindigkeit und Stärke des Blutflusses in den Gefäßen.

Heutzutage werden Ultraschalluntersuchungen in vielen Bereichen eingesetzt: Die Abdomen-Sonographie ist die Ultraschalluntersuchung dese Bauchraumes, bei der Leber, Gallenblase, Milz, Bauspeicheldrüse, Nieren, Lymphknoten und Gefäße dargestellt und Erkrankungen wie Tumore, Zysten oder Steine sichtbar werden.

In der Tiermedizin nutzte man Ultraschall zunächst nur zum Festellen von Trächtigkeit, was dank dieser Technik bereits 18 bis 20 Tage nach der Befruchtung möglich ist. Ab dem 24. Tag sind Herzschläge erkennbar, was Aufschlussreiches über Anzahl und Zustand der  Föten gibt. Besonders wichtig sind Ultraschalluntersuchungen bei der Früherkennung  eventueller Krankheiten der in der Gebärmutter heranwachsenden Föten.

Ähnlich wie in der Humanmedizin wurde der Ultraschall auch in der Veterinärmedizin immer wichtiger. Man ging nach und nach dazu über, alle Organe des Bauchraumes mit Ultraschall zu untersuchen.

Heute liefern moderne Ultraschallgeräte hochaufgelöste Bilder, die selbst wenige Millimeter kleine Verletzungen erkennbar machen. WEgen der sehr hohen Kosten wird 33- und 4 D Ultraschall in der Tiermedizin heute noch nicht  – oder nur sehr selten – eingesetzt.

Anders der 2-D-Ultraschall:  Im Vergleich zu anderen Methoden ist er auch in der Tiermedizin sehr kostengünstig, leicht anwendbar und meist ohne Betäubung durchführbar. Krankheiten und Veränderungen wie Gebärmutterinfektionen ,Eierstockzysten, Prostatavergrößerungen, Aabszesse, Hämatrome, Blasen- und Gallensteine, lokale und gestreute Tumore sowie alle Krankheiten an Leber, Niere und andere Organen werden sichtbar.  Dabei können Veränderungen nicht nur festgestellt, sondern auch die Wirkung von Behandlungen überprüft werden, zum Beispiel die Verkleinerung von Tumoren durch Chemotherapie.

Ultraschallgeräte lassen mit entsprechendem Zubehör Strukturen nahe der Körperoberfläche und sogar äußere Veränderungen erkennen, das heißt Veränderungen an Muskel, Gewebe und Haut.

Nicht unerwähnt darf die Bedeutung des Ultraschalls in der Tiermedizin für Augenuntersuchungen bleiben, besonders bei Trübung der Hornhaut und Starerkrankungen.

Vor Ultraschalluntersuchungen muss der Tierhalter wenig berücksichtigen.  Bei manchen Untraschalluntersuchungen sollte der Hund oder das Tier nüchtern sein.

Da zwischen Ultraschallgerät und Haut möglichst keine Luft sein darf, weil diese  den Ultraschall blockiert und keine oder nur sehr schlechte Bilder zulässt, müssen die entsprechenden Stellen vorher vom Fell befreit werden. Auf die rasierte Hautstelle und den Schallkopf bringt der Tierarzt ein Gel auf, damit bei der Untersuchung keine Luft dazwischen ist. Sonst würde man kein Ultraschallbild erhalten.

Durch Bewegungund wechselnde Abwinkelung des Schallkopfs auf der Haut lassen sich die gewünschten Organe und Gewebe aus verschiedenen Richtungen betrachten.

In den letzten 10 Jahren hat sich auf dem Gebiet der Ultraschalluntersuchung viel getan. Und in den kommenden Jahren werden auf diesem Gebiet große Fortschritte erwartet.

Hier erhalten Sie weitere Informationen zum Thema:   Hundekrankheiten

Hundekrankheiten, Hundekrankheiten Symptome, Hundekrankheiten erkennen.    Ein wichtiger Meilenstein in der Früherkennung und in der Diagnostik bei Hundekrankheiten ist heute die Ultraschalluntersuchung.   Wichtig ist es, die Symptome so früh wie möglich zu erkennen und sie entsprechend zu behandeln.

Je früher eine Hundekrankheit erkannt wird,  umso größer sind die Aussichten auf Heilung.  Sobald Symptome auftreten, die Ihnen suspekt erscheinen, bitte suchen Sie einen Tierarzt auf.   Krankheiten erkennen, behandeln, heilen.   Ihr Hund wird es Ihnen danken.