Auch für uns Hundehalter ist es nicht immer ganz einfach auf einen uns nicht bekannten, also einen völlig fremden Hund, zu zu gehen.  Viele Hunde strahlen schon ihre Gutmütigkeit ab, andere wirken nicht auf den ersten Blick zutraulich.  Also was tun ? Wie verhalte ich mich „hundekonform“. So, dass sich der fremde Hund weder bedroht noch angegriffen fühlt, noch uns als Beute oder Feind betrachtet? 

Manche Hunde haben auch einfach Angst vor fremden Menschen, auch das gebe ich zu bedenken. Es wirkt dann aggressiv, obwohl der Hund im Kern sein Wesens ein gutmütiges und liebes Verhalten an den Tag legen würde.

Was also  tun, wenn ich einen Hund treffe, bei dem ich ein paar Regeln beachten sollte ?

Wenn ein fremder Hund aggresives Verhalten zeigt:

  • Sprechen Sie mit ruhiger, fester Stimme
  • Keine plötzlichen Bewegungen, bewahren Sie Ruhe
  • Starren Sie ihn nicht an
  • Hat er sich beruhigt,strecken Sie ihm die geschlossene Faust zum beschnüffeln hin
  • Kauern Sie sich nicht neben den Hund hin, solange die Situation nicht bereinigt ist. Bücken Sie sich so, dass Sie Bissen schnell ausweichen können.
  • Sind Sie sich nicht sicher, bleiben Sie lieber auf Distanz. Bedrohen Sie den Hund nicht und blockieren Sie ihm nicht den Ausgang
  • Schauen Sie sich nach einem Gegenstand um, mit dem Sie sich ggfs. verteidigen können, aber zeigen Sie diesen nicht dem Hund!
  • Wenn Sie weggehen, fordern Sie den Hund auf mitzugehen,sonst sieht Ihr Weggehen nach Flucht aus.

Wenn Sie diese Regeln beachten, wird es so gut wie nie zu einer wirklichen Konfrontation kommen.   Es ist eigentlich ganz einfach.  Nun erlebt man es immer wieder, dass Menschen, die noch nie einen Hund hatten , oder sich nie damit auseinandergesetzt haben, diese Regeln einfach nicht kennen.

Bitten Sie, wenn Sie feststellen, dass Ihr Hund angstvoll oder auch aggressiv bellend auf einen Fremden zugeht, einfach stehen zu bleiben und ein paar Regeln zu beachten.   Sie sollten Ihren Hund dann ggfs. einfach an die Leine nehmen, bis der Fremde weiter gegangen ist.  Ohne sich weiter zu echovieren.

Ich erlebe es häufig, dass sich Kinder geradezu sensationell falsch verhalten.   Sie laufen kreischend und schreiend weg, der Hund natürlich hinterher.   Er hält es für ein Spiel oder fühlt sich aufgefordert der „Beute“ hinterherzulaufen.  Je nach Rasse des Hundes.    Wenn Kinder ganz locker stehen bleiben oder auch zum Hund freundlich ein „komm“  oder „ist ja gut“  sagen, dann ist der Hund sofort beruhigt und es passiert absolut nichts.   Es wäre so wichtig, dass Eltern Ihren Kindern diesen Input geben.   Heute ist man überall mit freilaufenden Hunden konfrontiert, ausser vielleicht in Fußgängerzonen oder mitten in einer Stadt.

Dies würde Mensch und Hund einfach gut tun.

Weitere Informationen finden Sie auch hier :    Hundeerziehung – Erziehung Hund   oder  unter  Hundeverhalten – Verhalten des Hundes