Sie wissen nicht sicher, ob Ihre Hündin trächtig ist ? Das Problem hierbei ist, einen Schwangerschaftstest wie bei uns Menschen gibt es für die Hündinnen nicht, weder durch den Urin oder Blut – das Ergebnis würde auch bei einer nicht gedeckten Hündin positiv ausfallen.

Grund dafür ist die Scheinträchtigkeit der Hündin. Der Tierarzt kann aber durch eine Sonografie Untersuchung drei Wochen nach einer vermuteten Trächtigkeit feststellen, ob die Hündin tatsächlich trächtig ist.

Trächtigkeit oder Scheinträchtigkeit – das ist jetzt die Frage

Mit etwas Fingerspitzengefühl und unter günstigen Bedingungen können etwa um den 27. Schwangerschaftstag herum die Föten ertastet werden. Eine Röntgenuntersuchung ist mit ungefähr 6 Wochen möglich. Auch Verhaltsveränderungen der Hündin geben oft wertvolle Hinweise über eine eventuelle Schwangerschaft.(Tächtigkeit). Einige trächtige  Hündinnen sind zärtlicher, anhänglicher oder verschmuster, andere geben sich gereizter. Eindeutig sind diese Hinweise jedoch nicht, da sie auch im Rahmen einer Scheinträchtigkeit auftreten können.

Ist Ihre Hündin wirklich scheinträchtig, sollten sie sie durch viel Bewegung und Beschäftigung ablenken. Verstecken Sie alle Spielzeuge, damit ihre Hündin sie nicht an „Kindes statt“ annimmt. Auf keinen Fall dürfen Sie an den Zitzen drücken, dies regt die Milchproduktion weiter an. Kühlende Umschläge und Salben sind eher angebracht.

Bildet die Hündin sehr viel Milch, kann der Tierarzt das mit Hormonen unterdrücken.  Grundsätzlich ist der Einsatz von Hormonen sehr umstritten. Es bedeutet nämlich einen schwerwiegenden Eingriff in den Hormonhaushalt der Hündin und kann in manchen Fällen auch eine Gebärmutterhalsentzündung begünstigen.

Da ihre Hündin einmal bei einer Scheinträchtigkeit überreagiert hat, wird sich dies nach den nächsten Läufigkeiten wahrscheinlich wiederholen. Deshalb sollten Sie sich mit Ihrem Tierarzt beraten, ob eine Kastration sinnvoll ist.

Anzeichen  für eine Trächtigkeit Ihrer Hündin sind folgende:

  • Einen Monat nach der Paarung kann Scheidenausfluss auftreten.  Muss nicht, kann .
  • Die Zitzen treten aufgrund einer vermehrten Blutversorgung am Ansatz der Brustwarzen stärker hervor. Dieses Phänomen stellt sich in der Regel 25 bis 30 Tage nach der Paarung ein.
  • Im mittleren Trächtigkeitszeitraum ist der Appetit normalerweise gezügelt, jedoch nicht in jedem Einzelfall.
  • Der Bauch vergrößert sich, das Gesamtgewicht der Hündin kann sich um 20-55% erhöhen, was aber erst am 45. bis 50. Tag der Trächtigkeit erkennbar werden kann.
  • Auch das Verhalten kann sich ändern, z. B. zu einer leichten Depression hin.
  • Gegen Ende der Schwangerschaft beginnt die Hündin möglicherweise damit, ihren Nestinstinkt zum Ausdruck zu bringen, indem sie auf dem Boden oder in ihrem Bettchen scharrt und sich zunehmend unruhiger verhält.

Im Durchschnittsfall kann ungefähr nach einem Monat der Paarung beurteilt werden, ob Ihre Hündin trächtig ist – oder nicht.  Eine Ultraschalluntersuchung bringt Klarheit ins Dunkel.  Ultraschall ist die einfachste  Methode um eine Trächtigkeit festzustellen. Es muss kein Fremdkörper in die Hündin eingeführt werden. Die Untersuchung ist absolut schmerzlos. Ab dem 49. Tag der Trächtigkeit kann man per Röntgenuntersuchung auch die Anzahl der Welpen erkennen.

Trächtigkeitsverhütung – wie kann eine Schwangerschaft der Hündin vermieden werden?

Es gibt mehrere Möglichkeiten Nachwuchs zu verhindern. Sofern Sie die Hunde , falls Sie mehrere im eigenen Haushalt haben, die nicht sterilisiert oder kastriert sind, während  der Läufigkeit der Hündin nicht trennen können, bleiben nur hormonelle oder operative Eingriffe.

Viele Tierärzte raten von der für die Hundedame sehr belastenden Hormonbehandlung (Läufigkeitsunterdrückung) ab. Hinzu kommt, dass dies keine Dauerlösung sein sollte, da es die gefürchtete Gebärmutterentzündung begünstigen kann. Bleibt noch die Kastration, die von den meisten Tierärzten als die beste Lösung angesehen wird.

Informationen zur Kastration und Sterilisation einer Hündin / eines Rüden