Die Koffer sind gepackt, alles ist bereit für den Aufbruch, nur wo bleibt das Haustier? Ohne den Vierbeiner ist der Urlaub doch nur halb so schön. Wenn sich die Besitzer also entschließen, das Tier mit auf Reisen zu nehmen, sollten sie allerdings einige Vorbereitungen treffen.

Die Mitnahme von Hunden und Katzen bei einem Urlaub innerhalb der Europäischen Union (außer Irland, Großbritannien, Schweden und Malta) wurde ab dem ersten Oktober 2004 vereinheitlicht:

Der Vierbeiner benötigt bei der Einreise in das jeweilige Urlaubsland:

  • eine gültige Tollwutimpfung ( Impfung mind. 30 Tage alt, nicht länger als 12 Monate zurückliegend)
  • eine Kennzeichnung mit Mikrochip oder gut lesbarer Tätowierung (Tätowierung ist anerkannt bis 2012)
  • einen Heimtierausweis

Der EU-Heimtierausweis ist seit dem 1.Oktober 2004 Pflicht und soll die Einreise in andere EU-Mitgliedsstaaten vereinfachen. Der Pass wird von einem von der Behörde ermächtigten Tierarzt ausgestellt. Er dokumentiert einen gültigen Impfschutz gegen Tollwut, die Kennzeichnungsnummer des erforderlichen Mikrochips (Tätowierung), ein Foto und weitere Angaben zu Hund, Katze oder Frettchen.

Wer sein Haustier ohne Papiere ausreisen lässt, muss mit teuren Konsequenzen rechnen: Das Tier wird entweder auf Kosten des Halters nach Hause geschickt oder kommt mindestens vier Monate in amtliche Quarantäne.

Wer sein Tier keinen unnötigen Gefahren ausliefern möchte, sollte es gegebenenfalls vor Urlaubsantritt gegen folgende Krankheiten impfen:

Die Schutzimpfung gegen Hepatitis, Staupe, Tollwut, Leptospirose und Zwingerhusten sollte auch hierzulande jährlich aufgefrischt werden.

  • Babesiose: In Süd- und Südosteuropa droht nach Zeckenbissen eine Babesien-Infektion. Der Blutparasit führt zu Fieber, Blutarmut und Mattigkeit.
  • Hepatitis: Die Parasiten, die Hepatitis auslösen, kommen in Italien, Frankreich, aber auch im Mittleren Osten, Afrika und Teilen Asiens vor. Fieber, Mattigkeit und Immunschwäche sind die Folgen der von Zecken übertragenen Krankheit.
  • Borreliose: Sie kommt in Teilen Deutschlands vor sowie im Mittelmeerraum, Zentralasien, Afrika und Nordamerika. Zecken und Stechfliegen sind die Überträger. Wegen Schmerzen der Gelenke lahmen die erkrankten Tiere oft. Insektenschutz ist eine wirkungsvolle Vorbeugung. Auf dem Markt gibt es verschiedene Mittel wie Bäder, Sprays, Halsbänder und Tabletten. Neuerdings ist bei Hunden auch eine Impfung ab der 12. Woche möglich, die einmal jährlich aufgefrischt werden sollte. Lassen Sie sich von Ihrem Tierarzt beraten.

Auch nach dem Urlaub empfiehlt sich ein Gang zum Tierarzt, der noch einmal überprüft, ob der Vierbeiner wirklich keine Krankheit eingeschleust hat.

Neben diesen Vorsichtsmaßnahmen gilt noch zu beachten, dass in vielen spanischen Restaurants Hunde nicht erlaubt sind, ebenso wenig wie am Strand, wo ein Spaziergang mit seinem Vierbeiner den Besitzer 60 Euro Bußgeld kosten kann.

Weitere Informationen finden Sie auch hier :   Reisen mit Hund – Urlaub mit dem Hund