Diesen Artikel von Antje Ehlebracht, erscheint mir so wichtig, dass ich ihn Ihnen gerne zum lesen anbieten möchte:  „Eine der bislang strengsten Strafen verhängt !  Gute Nachricht für alle Tierfreunde : der Hund Alejandro Magno (Alexander der Große), der von seinem Ex-Besitzer Juan Antonio A. aus Chipiona (Cadiz) mit solcher Brutalität kaputt geprügelt wurde, dass er dabei beinahe starb, auf einem Auge erblindete, Nervenschäden erlitt und für den Rest seines Lebens chronische Schmerzen haben wird, hat den Prozess gegen den Tierquäler gewonnen.Damit wurde vorwenigen Tagen vom Gerichtshof Nummer 5 in Cadiz laut Aussage von Carmen de los Santos und Maria Angeles Sanchez von der Protecora Siempre Contigo de Rota, die den Fall zur Anzeige brachte, eines der strengsten Urteile verkündet, das Spanienjemals für jemanden verhängte, der seinen Hund geschlagen hat – wegen fortgesetzter schwerer Mißhandlung.

Das Urteil lautet 10 Monate Gefängnis auf Bewährung, zwei Jahre Entzug der Wahlrechte, zwei Jahre Tierhaltungsverbot sowie Verbot von jedweder Arabeit, die den Umgang mit Tieren beinhatlet, un die Übernahme der Klinikkosten(530 Euros) für die Behandlung von Alejandro.  Dieses Urteil mag manch einem, vor allem im Vergleich zu einem für jeden fühlenden Menschen wünschenswert gewesenen lebenslangen Tierhalteverbot – noch viel zu milde erscheinen, doch ist damit ein Präzedenzfall geschaffen worden.

Auch wenn kein noch so hartes Urteil die Narben auf Alejandros Körper und seine Schmerzen, die chronisch geworden sind und die er nun lebenslang aushalten muss, wieder gut machen oder ihm seine Sehkraft zurück geben kann, könnte sein Fall vielleicht den Anfang des Endes des Tierleids in Spanien einläuten.

Dank eines Nachbarn, der Juan Antonio A. als Besitzer des Hundes identifizierte, konnte der Mann festgenommen werden. Als die Polizei eintraf, saß der auf einem stein, rauchte und gab zu, den Hund geschlagen zu haben, weil er ihm „nicht gehorcht“ habe.  Als der Tierschutzverein sich des Hundes annahm, war er außerdem halb verhungert. Der Hund war in einem so grauenhaften Zustand, dass die Tierärztin bezweifelte, dass er die erste Nacht überleben würde, berichtete der Verein.

Der Hund hatte von den Schlägen mit einem Gegenstand schwere Verletzungen und Schwellungen am Kopf und den Augen, Nasenbluten, kaputt geschlagene Zähne und zerrissene Lefzen, klaffende Wunden auf dem Schädel und war extrem unterernährt, von Flöhen halbausgesogen. Es dauerte drei Wochen, bis er das erste Mal aufstehen konnte.

3000 Unterschriften aus aller Welt gingen bei der Protectora ein, um dem Verein, der den Besitzer anzeigte, den Rücken zu stärken. Aufgrund der Brutalität der Schläge stufte das Gericht den Fall nicht als Vergehen, sondern als Straftat ein.

Für ‚Tierquälerei, Artikel 337 im Strafgesetzbuch, können Haftstrafen zwischen drei Monaten und einem Jahr verhängt werden.

Alejandro ist heute glücklich, er lebt nun mit Angeles und ihrer Familie und erfährt alle Liebe dieser Welt, die ihm die Kraft gibt, sein schweres Schicksal und die Schmerzen seiner traumatischen Vergangenheit zu meistern“.