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Tina wird Mama – Meine Hündin ist schwanger – eine Hundeschwangerschaft

Geschrieben von Nito am März 22nd, 2014 in Geburt und Aufzucht

Meine kleine Tina, diese winzige kleine Hündin war schwanger. Eindeutig! ca. 10 Tage vor dem errechneten Geburtstermin wölbte sich das Bäuchlein erheblich. Mein Tierarzt war nicht ganz sicher,wieviele Babies sie wohl gebären würde. Seine Prognose war: zwei oder maximal drei Welpen wären wohl annehmbar. Ich wälzte Literatur, googlete was das Zeug hielt, natürlich wollte ich ihr mit Rat und Tat (Tat vor allen Dingen -:)))) zur Seite stehen. Ich präparierte nach fachlicher Anleitung die Wurfkiste. Es versteht sich, dass es nicht eine stinknormale, ordinäre Wurfkiste wurde, nein, es war ein Luxusgebärbett – mit Bettheizkissen, mit Vorhängen, mit allem Schnick-Schnack, der mir für die Erstgebärende wichtig erschien.

Ich bestückte die im ruhigsten Raum platzierte Wurfkiste mit Leckerchen der feinsten Art, um meine kleine schwangere Tina, an den Luxuswurfplatz zu gewöhnen. Sehr erfolgreich kam ich mir dabei zwar nicht vor, aber ich gab nicht auf. Schließlich rückte der Tag der Geburt ja immer näher.

Ein junge Hündin, wird schwanger und Hunde-Mami

Die Spannung wuchs ins Unerträgliche. Wie würde sich Tina als junge Mutter gebärden. Als Welpe, das war sie ja eigentlich immer noch, sie war wohl gerade ca 8 Monate alt (ich hatte sie am Strand gefunden), war sie mit dem Kosenamen „Frau Holle “ belegt worden, weil sie alles, wirklich, ich übertreibe nicht, atomisierte. Ob das Sofakissen, Teppiche oder Decken, Buchrücken oder Zeitschriften waren, das war ihr gleich, hauptsache, sie konnte alles in seine irgendwelche Bestandteile zerlegen.

5. März – morgens 10.30 h . Mein Sino , (Pointer Rüder), stand aufgeregt wedelnd vor dem sogenannten Angsteck in der Küche. Angsteck deshalb, weil Sunny, mein Jagdhund Mix , sich dieses Eck auserkoren hatte, um sich vor den Unbilden und der Lärmbelästigung der spanischen Fiestas in Sicherheit bringen zu können. Natürlich stand dort ein Hundekorb mit Decken und Kissen, so dass diese Rückzugvariante durchaus komfortabel und gemütlich war, jedoch war das Eck keineswegs als Wurfbox präpariert !

Und dort lag sie nun, die kleine junge, schwangere Hündin, sichtlich in den Wehen . Wellenartige Extraktionen waren sichtbar. Sino stand vor der Situation, ich sass mittlerweile vor derselben. Gebannt , atemlos und wie paralysiert beobachtete ich Tina. Und – ein Welpchen wurde geboren !!! Oh, wie wunderbar. Welch ein Wunder, was für ein Moment.

Tina ist eine wundervolle junge Hunde-Mutter

Tina nahm sich das schleimige , unansehnliche „Päckchen“ zwischen die Vorderpfoten und begann das Welpchen zu säubern, nach der Säuberung, das Kleine entpuppte sich als schwarzes, braun, weisses Minihündchen, legte sich Tina das Tierchen an ihre Zitzen und lies es säugen. Während sie sich das Welpchen zurechtschob, sah ich unter ihr ein weiteres Welpchen liegen. Ich war schier fassungslos. Sie hatte also mittlerweile das zweite Baby geboren. Ich blieb einfach in meiner Position und harrte den nun folgenden Dingen.

45 Minuten später wiederholte sich der Vorgang. Sichtbare Wehen – Geburt – Säubern – Säugen.

Nach einer halben Stunde entledigte sie sich der Nachgeburt. Sie hatte also nun drei winzige, kleine, runde, Welpen an ihren Zitzen liegen und war sichtlich stolz auf das Ergebnis.Ich teilte ihre Meinung komplett. Ich war so fasziniert und angerührt, dass ich mir ein paar Tränen von der Wange wischen musste. Es war ein Eindruck, den ich nie vergessen werde. Tina war eine hinreissende Mama. Sie umhegte und pflege ihre Babies, es war eine Wonne ihr zuzuschauen und sie zu beobachten. Drei Tage und Nächte lang , verlies sie ihren Wurfkorb nur, um ihre Notdurft zu verrichten. Futter und Wasser brachte ich ihr. Die Kleinen entwickelten sich prächtig. Sie wogen 170 , 180 und 200 Gramm nach der Geburt.

Tina hat alles richtig gemacht.

Welch ein Glück ! Ich wäre vermutlich völlig unfähig gewesen, auch nur im Ansatz etwas Vernünftiges zu tun.

Tina erzog ihre kleine Familie zu prächtigen jungen Welpen. Durch den positiven Umstand, dass ich mehrere Hunde besitze, war es auch ein leichtes, die Welpen stubenrein zu bekommen. Sie orientierten sich ganz schnell an den grossen Hunden, somit waren sie schon mit 6 Wochen wie selbstverständlich mit den Grossen im Garten unterwegs und mein Haus blieb sauber.

Zwei Jahre später wurde Tina „Omi“. Ihre Tochter Sicha wurde Mama von zwei kleinen Rüden. Hätte Tina sie nicht zur Raison gerufen, Sicha wäre nach der Geburt lustig ihres Weges marschiert und hätte Welpe Welpe sein lassen. Sie hatte überhaupt keine Lust auf ihre Babies. Säubern, saugen, pflegen – alles lästige Pflichten, die Sicha auch als solche empfand. Tina zwang Sicha in die Wurfkiste und bleib wieder drei Tage und Nächte an ihrer Seite. Danach hatte sich Sicha ihrem Schicksal gebeugt und kümmerte sich liebevoll um ihre Zwillinge.