Im Alter von etwa vier Wochen treten die Welpen in die Sozialisierungsphase – vierte bis zwölfte Woche – ein; die nächsten zwei Monate sind die prägendste und wichtigste Zeit ihrer Entwicklung.In dieser Phase ist ihre Denk- und Konzentrationsfähigkeit bereits genauso stark ausgebildet wie die eines ausgewachsenen Hundes. Wissenschaftliche Untersuchungen haben gezeigt, dass Welpen, die zwischen der vierten und der zwölften Woche keinen Kontakt mit Menschen hatten, Angst vor ihnen entwickelten und später ohne fachmännische Hilfe nicht ausgebildet werden konnten.-

Die meisten Welpen bleiben bis zur siebten oder achten Woche bei der Mutter. Anschließend beginnt die Entwöhnungsphase. Die Welpen machen erste Erfahrungen mit Konflikten und Frustration. Im Spiel mit den Wurfgeschwistern lernen sie soziales Verhalten. Sie probieren aus, wie stark man die anderen beissen kann, und messen sich im spielerischen Kampf . Bereits in diesem frühen Stadium lassen sich sexuelle Handlungen und räuberische Verhaltensweisen beobachten. Vier bis fünf Wochen alte Welpen beiderlei Geschlechts bestgeigen sich gegenseitig und machen sich über Dinge her, als wollten sie ein Beutetier töten.

Maßnahme: Normalerweise bleibt ein Welpe bei der Mutter, bis er die Sozialisierungsphase erreicht hat. Folglich liegt es in der Hand des Menschen, die kleinen Racker zu erziehen und sie an die verschiedenen Geräusche, Gerüche und Gegenstände zu gewöhnen. Vor dem ersten Verlassen der Wurfkiste sollte der Welpe schon von verschiedenen Menschen angefasst worden sein. Ausserdem sollte er bereits Bekanntschaft mit den unterschiedlichen häuslichen Reizen gemacht haben, bevor er in sein neues Heim gebracht wird. Welpen die nicht angemessen sozialisiert wurden, benötigen dringend die Hilfe eines Fachmannes.