Es ist sicher gut und richtig, einen Hund aus dem Süden retten zu wollen. Doch sollte dies bedacht werden und mit Verstand geschehen. Man sollte weder dem derzeit gängigen Modetrend nacheifern noch sich in die Gruppe der Gutmenschen einreihen wollen, die garnicht wissen, wieviel Unheil sie auch anrichten können. Retten alleine genügt nicht !Ist der Hund erstmal in seinem neuen zu Hause angekommen, ergeben sich oft Schwierigkeiten, die gerade Ersthund-Besitzer, vorher nicht bedacht haben. z.B. sind Hunde, die jahrelang in Tierheimen gelebt haben, erstmal nicht stubenrein (Ausnahmen bestätigen zwar die Regel), aber wir gehen hier ja vom Normalfall aus.  Das kann man allerdings schnell in den Griff bekommen.

Oft sind es aber ernsthafte Verhaltensprobleme, wie Ängstlichkeit oder auch Aggessionen, die es gilt in den Griff zu bekommen. Diesen Hunden muss  geholfen werden, und das bedeutet mehr Aufwand als es sich viele neue Besitzer vorgestellt haben.

Vor zwei Tagen traf ich eine deutsches Ehepaar, die eine entzückende Podenca-Mischlingshündin an der Leine hatten. Wie sich zeigte, auch ein kleiner „Problemfall“.  Die Hündin kam aus einer spanischen Perrera zu dem deutschen Ehepaar. Sie ist sanft wie ein Lämmchen, verschmust und anhänglich ohnegleichen. Sie hat nur einen „Fehler“: sie hat immense Verlustängste.  Sobald ihre Menschen auch nur für 5 Minuten das Haus verlassen, weint und bellt sie bis zu deren Rückkehr. Selbst im Auto bleibt sie nicht alleine.  Die beiden verständnisvollen Tierliebhaber sind bei einer Hundepsychlogin mit Chispa in Behandlung und hoffen, dass Problem in den Griff zu bekommen.

Gerade Pointer, Podencos und Galgos werden gerade hier in Spanien, immer wieder ausgemustert, wenn  sie keine guten Jagdhunde sind. Dass diese Hunde ein ganz anderes Leben benötigen, als viele es ihnen geben können, daran denkt in der ersten Euphorie leider niemand. All das sind Jagdhundrassen. Naturbedingt brauchen diese Hunde Bewegung und Auslauf.  Wenn Sie in einer Etagenwohnung leben und den Hund lediglich an der Leine durch den Park führen dürfen, dann bitte Hände weg von diesen Rassen. Der Hund würde nicht glücklich werden – und Sie auch nicht.

Ich muss immer wieder betonen, dass es keine menschenbezogenere und liebevollere Hunde gibt, als gerade die oben genannten. Im Haus merkt man sie so gut wie garnicht. Sie sind dort, wo ihr Mensch ist. Sie hängen mit abgöttischer Liebe an ihrem Menschen.  Diese Sanftheit und innere und äußere Gelassenheit haben sie aber nur dann, wenn sie genügend Auslauf haben. Wenigstens einmal am Tag zwei Stunden rennen, toben, spielen, Pointer lieben das Wasser und sind leidenschaftliche Schwimmer, das sollten diese Hunde haben.  Wenn Sie ihnen diese Bedingungen schaffen können, dann kann ich diese Rassen aus vollster Überzeugung empfehlen.

Wenn Sie an Jagdhunden aus Spanien interessiert sind, dann haben wir hier weitere Infomationen für Sie :   Jagdhunde aus Spanien

Auf unsere Seite werden Sie viele Informationen gerade zu den Jagdhundrassen, wie Pointer, Galgo, Galga, Podenco und Podencas finden.  Diese Jagdhundrassen liegen mir besonders am Herzen.   Gerade diese sensiblen , klugen und liebenswerte Tiere werden hier besonders schlecht gehalten und besonders schlecht behandelt.

Weitere Informationen finden Sie auch auf diesen Seiten.

Jagdhund – Galgo – Der Galgo Espanol

Jagdhund – Der spanische Pointer

Jagdhund – Podenco – Der Podenco Ibizenco – oder auch Balearenhund