Hundekrankheiten – Urlaub mit Hund

Lange Spaziergänge, im Meer schwimmen, Ballspiele am Strand – und das alles mit dem vierbeinigen Freund. Für Hundebesitzer ist der Urlaub mit dem Tier ein traumhaftes Erlebnis.

Dennoch darf man nicht vergessen, dass gerade in den Mittelmeerländern Gefahren für unsere Haustiere lauern. Die Hitze, anderes Wasser und Futter und vor allem Insekten können dem Hund auf Reisen schwer zu schaffen machen.

Vor fünf lebensbedrohlichen Erkrankungen müssen Hunde geschützt werden:

Babesiose: Diese Krankheit wird durch Zecken übertragen. Die Krankheit kommt in allen Mittelmeerländern, vor allem aber in Ungarn vor. Appetitlosigkeit, Abgeschlagenheit, brauner Urin und Fieber sind wichtige Anzeichen. Erste Symptome zeigen sich ein bis drei Wochen nach der Ansteckung.

Leishmaniose: Sie wird durch Sandfliegen übertragen, die überall am Mittelmeer vorkommen. Erste Warnzeichen sind Fieberschübe, Gewichtsverlust und Haut- und Haarveränderungen. Es kann Wochen, Monate, manchmal auch Jahre dauern, bis die Krankheit ausbricht. Die Sandfliegen sind vor allem in der Dämmerungszeit aktiv, deshalb sollte man Spaziergänge in den Morgen- und Abendstunden vermeiden.

Ehrlichiose: Diese Krankheit, die ebenfalls durch Mittelmeer-Zecken übertragen wird, kann einen schweren chronischen Verlauf nehmen. Dann ist Ehrlichiose kaum noch heilbar. In der akuten Phase sind die Hunde schwach, erbrechen oft und haben Fieber.


Hepatozoonose: Vor allem im südlichen Spanien tritt die Hepatozoonose auf. Hunde infizieren sich, wenn sie Zecken zerbeißen und bekommen starke Schmerzen im Bereich der Lenden.

Der Herzwurm: Stechmücken im Mittelmeerraum – vor allem in der Po-Ebene – übertragen die Larven der Herzwürmer. Sie entwickeln sich im Körper des Hundes zu ausgewachsenen Würmern, die Lunge und Herz schwer schädigen können. Es dauert mindestens ein halbes Jahr, bis die Krankheit durch Husten und Atemnot auffällt.

Der Schutz vor Zecken ist das oberste Gebot

Wenn man mit dem Hund verreisen möchte, ist der Schutz vor Zecken oberstes Gebot! Ein Mittel vom Tierarzt sollte einige Tage vor der Abreise unbedingt auf die Haut getropft werden. Gegen Stechmücken und Sandfliegen helfen Halsbänder, die abweisende Medikamente enthalten.

Wer in besondere Risiko-Gebiete reist, kann sich zusätzlich vom Tierarzt beraten und im Zweifelsfall Schutztabletten gegen Leishmaniose oder den Herzwurm geben lassen. Auch eine nachträgliche Blutuntersuchung ist sinnvoll. Der beste Schutz ist leider – trotz aller Medizin – den Hund nicht mit in die Ferien zu nehmen.

CHECKLISTE

Ausweis und Mikrochip

* beim Tierarzt Einreisebedingungen des Urlaubslandes erfragen

* gültiger internationaler Ausweis und Mikrochip für alle EU-Länder

* aktuelle Tollwutimpfung

* sichere Unterbringung im Auto (Käfig, Gurt)

* gewohntes Futter mitnehmen

* Wasser für die Reise

Reiseapotheke

* Zeckenzange

* Fieberthermometer

* gegen Hitzestau: kühlende Umschläge, Kreislauftropfen und viel Ruhe

* gegen Durchfall: Kohletabletten

* gegen Erbrechen und Reiseübelkeit: Paspertintropfen/-tabletten

* bei Insektenstichen: Fenistil-Gel oder Fenistil-Tropfen

* gegen Schmerzen oder Krämpfe: Novalgin-Tropfen

* Ohrentropfen, Augentropfen

* Wundsalbe, Verbandsmaterial

Unterkünfte mit dem Hund

Weitere Informationen zum Thema erhalten Sie auch hier :   Urlaub mit dem Hund – Reisen mit Hund