Mit der Reiseapotheke ist das wie mit dem Regenschirm bei wechselhaftem Wetter: Meist sind beide nur nutzloser Balast, und man ärgert sich, dass man sie mitschleppt. Doch wehe, man lässt sie zu Hause. Dann regnet es mit Garantie und der Vierbeiner wird unterwegs doch krank und verletzt sich. Als erstes ein Hinweis: Die beste Reiseapotheke ersetzt niemals , im Ernstfall, den Tierarzt.  Daher sollte man sich vor Antritt des Urlaubs und vor der Abfahrt, schon nach der nottierärztlichen Versorgung am Urlaubsort erkundigen.  Vergessen Sie auch nicht ein Wörterbuch mitzunehmen, falls Sie der Sprache des Urlaubslandes nicht mächtig sind. Sie können nicht überall deutschsprachige Tierärzte erwarten.

Wer mit dem Auto reist, kann sich die Mitnahme von Verbandsmaterialien und Instrumenten ersparen. Denn im Erste-Hilfe-Kasten des Wagens ist in der Regel fast alles, was man auch für die Erstversorgung eines Hundes benötigt.  Um für Verletzungen beim Hund gut gerüstet zu sein, sollte man ausserdem noch Pfotenschuhe in der richtigen Größe, eine Krallenschere oder -zange und spezielle Verbandswatte zum Auspolstern von Pfotenverbänden einpacken.

Auf Reisen machen Hunde meist Magen und Darm zu schaffen.  Der Hund erbricht sich, oder er hat Durchfall. Beim Tierarzt gibt es Medikamente, mit denen man Durchfall und Erbrechen unterbinden kann. Doch bevor man Medikamente gegen diese Störungen einsetzt, sollte man sich klar machen, dass Erbrechen und Durchfall in erster LInie Schutzmaßnahmen des Körpers gegen Krankheitserreger oder unbekömmliche Stoffe sind.  Wer diese „Sebstreinigungsmechanismen “ durch Medikamente unterdrückt, kann ein infektiöses Geschehen oder eine Vergiftung verschlimmern. Daher sollte man diese Medikamente nur im äußersten Notfall einsetzen.

Auf der Fahrt sollte der Hund alle zwei Stunden pausieren dürfen. Geben sie ihm zu trinken und lassen sie ihn sich lösen.

Insbesondere bei Reisen in Mittelmeerländer ist ein Parasitenschutz unbedingt erforderlich. Denn gefährliche Krankheiten wie Leishmaniose und Dirofilariose werden durch Stechmücken, und Babesiose, Ehrlichiose und Hepatozoonose werden durch Zecken übertragen.  Dabei ist es wichtig zu wissen, dass nicht jedes Antiparasitenmittel auch hält, was es verspricht.  Lassen Sie sich deshalb von Ihrem Tierarzt ein Antiparasitikum oder eine Kombination verschiedener Mittel empfehlen, die die Plagegeister garantiert fernhalten.

Medikamente für den Hund – Bücher über Vorsorge bei Hunden u.v.m.