Das Verhalten des Hundes wird durch uns, den Halter geprägt.  Konsequent zu sein, ist wahrlich nicht immer einfach.  Ich kann ein Lied davon singen.   Konsequenz in der Hundehaltung heisst konkret:Einmal beschlossene Regeln gelten ohne Ausnahme.

Was erlaubt ist, ist immer erlaubt. Was verboten ist, ist immer verboten, und dieses Verbot wird auch stets durchgesetzt.

Das ist aber nicht etwa deswegen nötig, weil der Hund immer wieder versucht, seinen Willen durchzusetzen, obwohl er genau weiß was er soll. Sondern es ist umgekehrt: Wenn immer wieder Ausnahmen gemacht werden, hat der Hund keine Chance, die Regeln zu begreifen. Folglich verletzt er sie „unfreiwillig“ – immer wieder.

Den dadurch erzeugten Ärger wurde er liebend gerne vermeiden, wenn er nur wüsste, wie. Daher ist es genau gesehen, keine Nettigkeit, sondern eine Gemeinheit dem Hund gegenüber, ihm „ausnahmsweise das Anspringen oder „Auf dem Sofa Kuscheln“ zu erlauben, nur weil uns Menschen gerade danach ist oder weil wir zu träge sind, die von uns selbst aufgestellten Regeln einzuhalten.

Der Hund kann mit heute darf ich, morgen darf ich nicht, nichts anfangen. Er hält uns für unberechenbar und wir haben die Konsequenzen dann schlußendlich selbst zu tragen.  Ich weiss sehr gut, wie schwer das fällt. Nicht, dass ich der Prototyp des Konsequenzlers wäre,  leider nicht.  Ich muss mich oft dazu  zwingen, wirklich bei einem „nein“ zu bleiben. Aber der Erfolg belohnt mich und ich belohne dafür meine Hunde.

Hunde lernen gerne – auch folgen Sie gerne den gesetzen Regeln

Meine Hunde kennen mittlerweile ihre Grenzen.   Nicht in aller Konsequenz – aber weitestgehend.   Sie dürfeln in der Küche betteln, sie dürfen – natürlich – auch auf dem Sofa mit mir kuscheln.  Meine Hunde sind Familienmitglieder.   Sie haben viele Freiräume.  Andere Hundebesitzer mögen diese Freiräume reglementieren.  Es gibt Regeln.  Auch Konsequenzen.  Allerdings  sind die bei mir überschaubar.  Meine Hunde dürfen dort leben, wo ich lebe.  Will heißen: überall.   Ich habe Angsthunde und sehr selbstbewusste Hunde.  Wenn es z.B. Blitzt und Donnert, habe ich drei Hunde, die vor Angst „sterben“.  Natürlich dürfen diese Hunde zu mir ins Bett kommen, dürfen auf dem Sofa , in meiner Nähe, Schutz suchen.    Ich halte das für „normal“.   Wenn ich Hunde in meiner Familie aufnehme, muss ich mir als Hundebesitzer über die Konsequenzen bewusst werden.   Hunde sind sensible, feinfühlige, großartige Familienmitglieder und Hausgenossen.   Ein Hund ist keine „Sache“.   Mich macht es wahnsinnig,hilflos und traurig, wenn ich immer wieder lesen muss, dass Tiere, Haustiere, somit auch Hunde, wie eine „Sache“  – de jure – behandelt werden.   Wann, bitte wann stehen wir als Tierliebhaber auf – und ändern diese mittelalterliche , überholte Floskel ?!!!