Hund hat Hunger_Rolf Handke_pixelio.de

In der menschlichen Ernährung spielt Bio beim Thema gesünder leben schon lange eine große Rolle. Ökologisch erzeugtes Obst und Gemüse ist frei von Pestiziden, Fleisch und Milchprodukte sind nicht durch Antibiotika belastet und Geschmacksverstärker und künstliche Aromastoffe sind in der Produktion tabu. Viele Hundebesitzer überlegen, auch ihren Tieren diese Mehrwerte zugute kommen zu lassen. Da in der Biolandwirtschaft auf eine artgerechte Tierhaltung geachtet wird, hat die Entscheidung für Bio zudem eine ethische Komponente.

Bio-Hundefutter wird von immer mehr Herstellern angeboten. Einige Hundefuttershops etwa führen verschiedene Nassfuttersorten, die nicht nur 100 Prozent Bio-, sondern auch 100 Prozent Lebensmittelqualität besitzen. Das heißt, das Fleisch ist sogar für den menschlichen Verzehr geeignet. Schlachtabfälle oder andere minderwertige Inhaltsstoffe finden sich nicht in den Dosen.

Optimale Zusammensetzung

Wer sein Tier mit Biofutter ernährt, kann außerdem relativ sicher sein, ein Produkt zu kaufen, dass optimal auf den Nährstoffbedarf von Hunden zugeschnitten ist. Konventionelles Futter wird häufig mit billigem Getreide „gestreckt“, während andere wichtige Inhaltsstoffe fehlen. So benötigen Hunde durchaus etwas Gemüse, Kräuter und Obst. Schließlich fanden sich diese Nahrungsmittel in den Mägen der Beutetiere des Wolfes. Den Bedarf an Mineralstoffen wie Kalzium, Spurenelementen oder Enzymen decken Bio-Futterhersteller durch die Beimischung von natürlichen Substanzen wie Eierschalenpulver, Blütenpollen oder Seealgen ab.

Bio hilft chronisch kranken Tieren

Bio punktet auch, wenn der Hund zu Unverträglichkeiten neigt. Plötzlich auftretende Allergien, Durchfälle oder Appetitlosigkeit können darauf zurückzuführen sein, dass ein Bestandteil des Futters nicht vertragen wird. Hier ist die testweise Gabe von Biofutter einen Versuch wert, oft lösen sich die Probleme dann auf wundersame Weise.

Eine Verbesserung des Befindens kann sich durch die Umstellung auf Bio auch bei Tieren mit chronischen Krankheiten einstellen. Diabetes, Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse, Leber oder Nieren sowie Arthrose und Rheuma lassen sich durch die Ernährung beeinflussen. Biofutter-Hersteller haben oft spezielle Diätlinien im Programm, die auf diese Erkrankungen Rücksicht nehmen. Im Zweifel bringt eine Rücksprache mit dem Tierarzt oder mit einem Experten für Futtermittel Klarheit.