Boykottiert ein Hund seine Futteration oder frisst lustlos und zögernd, so handelt es sich wahrscheinlich um kein ideales Futtermittel. Von der Qualität generell abgesehen, soll es individuell verträglich sein, keine Störung der Verdauung wie etwa Blähungen, Durchfall, Verstopfungen oder Erbrechen verursachen.

Der Kot sollte eine normale Konsistenz und Farbe haben. Ein zu häufiger Kotabsatz kann bereits ein Hinweis auf Nahrungsmittelunverträglichkeit darsatellen.  Eine Kotabsatzfrequenz von 3 mal pro Tag, kann bereits ein Hinweis darauf sein.

Auch eine schlechte Fellqualität, trockene, schuppige Haut oder Juckreiz können ebenso wie Ohrenentzündungen auf eine Nahrungsmittelunverträglichkeit hindeuten.  Selbstverständlich muss Futter frei von Keimen, Parasiten (bzw. deren Eiern) oder sonstigen Schadstoffen und Giften sein.

Nahrungsmittelunverträglichkeit gibt es nicht nur bei uns Menschen – auch Hunde leiden darunter

Vor einer Nahrungsmittelunverträglichkeit ist auch kein Hund gefeit.  Es kann junge,wie alte Hunde treffen.  Allergien treten bei Hunden genauso häufig auf, wie bei uns Menschen. Plötzlich verträgt der Hund sein obligatorisches Hundefutter nicht mehr.  Die Futteraufnahme wird für ihn zur Qual.

Wichtig ist vor allem, dass man bei dem Auftreten der Symptome einen Tierarzt hinzuzieht. Dieser ist in der Lage, zwischen anderen Auslösern wie einer bakteriellen Infektion und der Nahrungsmittelunverträglichkeit zu unterscheiden. Außerdem hilft der Tierarzt natürlich dabei, den Stoff oder die Stoffe ausfindig zu machen, auf die der Hund eine Nahrungsmittelunverträglichkeit entwickelt hat, beispielsweise mit einer hypoallergenen Diät, auf die dann eine sogenannte „Provokation“, also das gezielte und vor allem kontrollierte Füttern von verdächtigen Stoffen folgt. Darauf basierend kann dann die Ernährung des geliebten Vierbeiners individuell umgestellt werden, damit das Leiden ein Ende hat.

Auch die Vorsorge sollte kein Hundehalter unterschätzen vernachlässigen. Das Risiko einer Nahrungsmittelunverträglichkeit bei Hunden ist deutlich geringer, wenn artgerechte Hundenahrung verwendet wird. Und das bedeutet zuallererst, dass auf künstliche Zusatzstoffe wie Geschmacksverstärker verzichtet wird – in der Natur gibt es diese schließlich auch nicht. Ähnliches gilt auch für Gluten, Zucker, künstliche Farbstoffe und künstliche Konservierungsstoffe, alles Zutaten, die im Hundefutter nichts verloren haben, aber trotzdem leider immer noch verwendet werden – auf Kosten der Hundegesundheit.

Einige Hunde sind Allesfresser und haben dennoch Probleme und leiden unter Nahrungsmittelunverträglichkeit

Mein Podenco, Sam, ist absolut nicht verfressen.  Er frißt gerne und liebt sein Futter und seine Leckerchen.  Nachdem ich ihn vor 5 Jahren aus dem Tierheim holte, er unter extremen Durchfall litt, achte ich sehr darauf, was ich ihm zum essen gebe.  Ich habe seine Problematik gut im Griff.  Meine Nachbarin, es sicher gut meinend, wirft ihm ab und an „Futter“ über den Zaun, was ich hasse.  Ich habe sie mehrmals gebeten, doch Rücksicht auf die Problematik des Hundes zu nehmen.  Spanier verstehen das offensichtlich nicht.  Gerade heute erbrach sich Sammy in meinem Arbeitszimmer.  Er muss wohl kurz vorher eine Art Ragoue, bestehend aus Pilzen, Fleisch, Sauce und ähnlichem gefressen haben.  Alles kam, nicht mal im Ansatz verdaut, glücklicherweise, wieder aus dem Magen.  Das ist ein Glücksfall.  Es gibt viele Lebensmittel, die Sam entweder garnicht frißt oder die zur Konsequenz haben, dass er unter Blähungen, Brechdurchfall oder Erbrechen leidet.

Einige Hunde können ohne Probleme Bananen oder gekochte Kartoffeln essen.  Andere vertragen beides nicht.  Bei meinem Rudel, ich habe seit 20 Jahren meistens 6 bis 8 Hunde in meiner Familie aufgenommen, erlebe ich, dass die Hunde genauso unterschiedlich reagieren wie wir Menschen.   Sparen Sie sich Tierarztkosten und Nerven und achten Sie akribisch darauf, was Ihr Hund verträgt – oder eben auch nicht.  Nahrungsmittelunterträglichkeit ist ein sehr ernst zu nehmendes Problem und kann zu diversen Krankheitssymtomen führen.