Der Regierungsrat der Junta de Andalucía hat eine Verfügung zur obligatorischen Kennzeichnung von Haustieren per Mikrochip erlassen. Am 21. Oktober 2005 ist diese Verfügung in Kraft getreten und seitdem müssen Hunde, Katzen und Frettchen innerhalb einer Frist von sechs Monaten mit dem etwa reiskorngroßen Mikrochip versehen werden.

Dieses Kennzeichnungssystem ist das fortschrittlichste ganz Europas. Mit einem spritzenähnlichen Gerät wird die winzige Mikrochipkapsel vom Tierarzt an der linken Nackenseite implantiert. Nachteile hat das Haustier dadurch nicht, der Chip stört weder noch schmerzt er. Zudem muss nicht mehr entfernt oder ausgewechselt werden.

Über ein spezielles Lesegerät können die auf dem Chip gespeicherten Daten jederzeit abgerufen werden. Vorallem ist dies eine große Hilfe bei entlaufenden Tieren.

Die gespeicherten Daten sind durch eine alphanumerischen Verschlüsselung fälschungssicher und umfassen ausführliche Angaben zum dem Tier (Name, Art, Rasse, Geschlecht, Geburtstag und Wohnsitz), zum Tierhalter (Name, Steuernummer NIF, Adresse und Telefonnummer) sowie zusätzlich zum Tierarzt, der den Chip eingesetzt hat (Kennnummer der Berufskammer, Name und Telefonnummer). Diese Angaben werden einerseits ins städtische Verzeichnis aufgenommen und andererseits im Registro Andaluz de Identificación Animal (RAIA) – in einem zentralen andalusienweiten Register zur Tieridentifikation – gespeichert.

Bei Neuanschaffung eines Haustiers hat der Besitzer drei Monate lang Zeit, den Mikrochip einpflanzen zu lassen, Tiere in den Tierheimen sind von der Mikrochippflicht befreit.

Wer nach Ablauf der sechs Übergangsmonate seinen Hund, seine Katze oder sein Frettchen nicht mit dem Mikrochip ausgestattet hat, könnte Probleme bekommen: Tierärzten wird es gänzlich untersagt sein, Tiere ohne Chip zu behandeln. Desweiteren drohen dem Hundehalter eine Geldstrafe bis zu 2000 Euro.

Um dem vorzubeugen werden zusätzlich Informationsbroschüren und Faltblätter in Umlauf gebracht, die auf die Vorteile des Mikrochips hinweisen. Vor allem während der Vorweihnachtszeit wird diese Kampagne sehr wichtig sein, denn Haustiere sind bekanntermaßen auch beliebte Weihnachtsgeschenke.

Einen Hund oder Hunde zu chippen ist wirkich kein Problem.   Der kleine Mikrochip wird auf der linken Seite des Halses implantiert.  Jeder  Tierarzt oder die Polizei kann per Scanner sofort den Besitzer feststellen.

Auch wenn Ihr Hund einmal verloren gehen sollte, haben Sie die Sicherheit, dass er wiedergefunden werden kann.  Eine Hundemarke am Halsband kann abhanden gekommen,  ein Hund der einen Chip besitzt, behält ihn für ewig.

Ich habe jeden meiner Hunde sofort chippen lassen.   Kein Hund hatte jemals ein Problem oder gab einen Schmerzlaut von sich, wenn er gechippt wurde.  Ich habe allerdings schon zweimal eine Hündin zurückbekommen, weil sie über den Chip geordet werden konnte und man mich so erreichen konnte.

Davon abgesehen, dass der Chip Pflicht ist,  ist es für Sie als Hundehalter ja auch beruhigend zu wissen, dass Ihr Liebling nicht verloren gehen kann.

Sie erhalten ein Zertifikat mit allen Daten, die sich auch auf dem Mikrochip wiederfinden lassen.  Zusätzlich eine Karte (in der Größe einer Bankkarte) mit der Sie nachweisen können, dass Ihr Hund gechippt ist.

Auch einige Versicherungen zahlen nur bei einem Unfall oder einem Vorfall, wenn Sie nachweisen können, dass Ihr Hund gechippt ist. Dies gilt es auch zu beachten.