Körpersprache des Hundes richtig interpretieren. Sie sollten lernen, genau einzuschätzen, was Ihr Hund wohl als nächstes tun wird. Das widerrum geht nur, wenn Sie etwas über Hundeverhalten wissen und Ihren eigenen Hund gut genug kennen, um seine Körpersprache richtig „lesen“  zu können. Ausserdem müssen Sie ihn natürlich immer gut beobachten, d.h. sich auf ihn konzentrieren.

Sie brauchen ein Mindestmaß an handwerklichem Geschick. Solange Sie sich selbst in der Hundeleine verheddern, statt Ihren Hund damit unter Kontrolle zu halten, oder immer wieder endlos nach Leckerchen in der Hosentasche fahnden müssen oder über Ihre eigenen Füße stolpern, werden Sie in der Hundeausbildung nicht viel erreichen. Die erforderlichen Handgriffe lernt man nur durch Übung in der Praxis.

Das klingt jetzt alles so, als sei Hundeerziehung eine anstrengende Vollzeitbeschäftigung. Ganz so schlimm ist es nun auch wieder nicht. Denn es geht ja um Situationen, von denen Sie wissen, dass Ihr Hund noch nicht ganz verläßlich ist.

Naturgemäss ist das bei jungen oder gerade angeschafften Hunden noch der Fall. Später wird das Zusammenleben wesentlich entspannter und bequemer sein. Es ist aber sicher so, dass gute Hundeerzieher immer einen kleinen Teil ihrer Aufmerksamkeit beim Hund haben.

Die Körpersprache des Hundes kann man lernen zu verstehen

Nachdem wir bekanntlich ja nicht in der gleichen Sprache kommunizieren können, sollten wir lernen, unseren vierbeinigen Hausgenossen, interpretieren und verstehen zu lernen. Das ist garnicht so schwierig wie es erstmal klingt.  Wenn wir uns mit unserem Hund intensiv auseinandersetzen, werden wir sehr schnell lernen und verstehen, was er meint, wenn er sich hinlegt und uns sein Bäuchlein entgegenstreckt.  Das ist Vertrauen – pur !  Er zeigt uns seine verletztlichste Stelle und vertraut uns.   Wenn er neben uns auf dem Sofa schläft, mit seinem Schwänzchen wedelt und leise vor sich hin grunst, wissen wir, dass er träumt und bei seinem Menschen ist, dem er vertraut.  Er wedelt mit dem Schwanz – wedeln – ist nicht gleich wedeln. Er bringt mit seiner Rute, Gefühle, Emotionen und Empfindungen zum Ausdruck.  Hunde können „lächeln“ .    Hunde können sich freuen, traurig sein, betrübt und unglücklich. Schauen Sie in seine Augen, in sein Gesicht. Achten Sie auf seine Empfindungen.  Diese sind garnicht so schwer zu interpretieren.  Die Körpersprache des Hundes ist sehr eindeutig.  Wenn Sie offen sind, werden Sie sehr schnell erkennen, was er mit seiner Körpersprache zum Ausdruck bringen will.

Die Körpersprache kann aus Mißgunst und Eifersucht zum Ausdruck bringen

Ich erkenne mittlerweile sehr schnell, ob sich meine Hunde mit Eifersucht oder mit Zuneigung begegnen.  Mein kleiner Rüde, Tobi , gehört sicherlich zu den eifersüchtigsten Hunden, die ich jemals hatte.  Er ist ein kleiner Terrier-Mischling.  Mein großer Rüde ist ein Podenco-Galgo-Mischling.  Tobi beäugt ihn mit Eifersucht und Besitzanspruch.  Der Besitzanspruch ist auf mich gerichtet.  Wehe, Sam , der große Hund,  will sich mir nähern.  Tobi will es nicht zulassen.  Ich erkenne das an seiner Körpersprache.  Ich rufe Tobi, streichle ihn und dann darf auch Sam zu mir kommen.  Der Kleine dominiert den Großen.  Nachdem ich keine Rivalität haben will, versuche ich als Mediator tätig zu sein.  Oft gelingt mir das auch, sagen wir mal so, meistens. Aber nicht immer.  Sie sehen, die Körpersprache des Hundes muss man lernen zu lesen, dann funktioniert das Zusammenleben auch hervorragend.