Das ist meine kleine Tina. Ein valencianischer Rattenhund. Seit ca. 10 Jahren ist diese Rasse in der Rassenrolle eingetragen.  Ich hielt diese kleine, unendlich klugen Tierchen , immer für eine Promenadenmischung, denen man aus unerfindlichen Gründen, die Schwänze kopiert hat. Dem ist nicht so. Ich bin zwar noch nicht hinter das Geheimnis gekommen, warum man diesen zarten Wesen, die Schwänze weggezüchtet hat, aber sie werden, da Tina Mama von 3 Welpen wurde, und zwei davon ebenfalls schwanzlos geboren wurden, wirklich so geboren.

Diese kleinen , ca 5 kg leichten Hunde, verfügen nicht nur über einen ausgesprochen guten Orientierungssinn. Sie sind klug, lernfähig, verspielt, verschmust, sehr sozial ihren Artgenossen gegenüber eingestellt und lieben ihren Menschen. Sie sind wahre Schmuseweltmeister.  Freiwillig hätte ich mir vermutlich niemals einen so kleinen Hund zugelegt. Tina hatte mich ausgesucht. Sie war „Strandgut“, wohl ausgesetzt, da sie schwanger war ?

Wie auch immer, sie fand, dass sie mir folgen sollte. Als ich keine grossen Einwände erhob, ging sie mit  zu mir nachhause und integrierte sich in ganz kurzer Zeit, in mein Hunderudel.  Sie war zwar als Baby-Welpchen ein Reisswolf. Nichts, aber auch garnichts, war vor ihr sicher. Sie fand wohl alle meine Kissen auf Sofas, Sesseln, Hundesofas und Betten unschön. Jedenfalls verging kein Tag, ohne das ich nicht die Überreste eines Kissens zusammenfegen musste. Glücklicherweise waren diese Attacken zeitlich begrenzt. Nachdem sie ungefähr ein Jahr und Mama geworden war, fand sie Kissen plötzlich sehr kuschelig.

Die Ratoneres de Valencia sieht man häufig hier in Spanien. Sollten Sie Gelegenheit haben, einen so kleinen Racker als Reise-. Wohnungs.- oder Zweithund aufnehmen zu können – tun Sie es !!! Sie werden nur Freude an diesen kleinen Schmusehunden haben.

Ein weiteres Merkmal, dass mir erst im Laufe einiger Jahre auffiel, ist wohl , sie haben „Zigeunerblut“ in ihren Adern.  Tina liebt mich sehr, aber sie liebt im Grunde alle Menschen.  Wirklich alle.  Kaum wird sie einem Zweibeiner habhaft, wird dieser beschmust und sie findet, dass jeder Mensch sie auch lieben muss.   Natürlich ist dem nicht so!

Sie geht mit mir und meinem Rudel spazieren – soweit alles fein.  Plötzlich ist sie verschwunden. Unauffindbar und unsichtbar.  Einige Stunden später erhalte ich dann von dem einen oder anderen Strandbewohner einen Anruf mit der Nachricht, dass Tina zwischenzeitlich ein Mittagsschläfchen hält, ich sie aber gerne auch abholen kann.  Viele Nachbarn kennen Tina z wischenzeitlich und bringen sie mir dann wieder nachhause.   Ich dachte, irgendwann , wenn sie älter wird, lässt das nach.  Dem ist schlicht nicht so.