Ob die Kastration Krankheiten vorbeugen kann? Diese Frage, häufig gestellt, will ich gerne hier versuchen zu beantworten:  Es gibt einige Krankheiten, die nach einer Kastration nicht mehr oder mit geringerer Wahrscheinlichkeit auftreten. Da bei der Hünding die Läufigkeit ausbleibt, wird es natürlich keine Scheinträchtigkeit mehr geben, auch die Gefahr einer Gebärmutterentzündung ist gebannt, sofern die Gebärmutter bei dem Eingriff entfernt wurde. Wird eine Hündin vor der ersten Läufigkeit kastriert, bekommt sie mit fast 100-prozentiger Wahrscheinlichkeit keine Mammatumoren (Tumoren an der Milchdrüse). Hat sie bereits eine Hitze hinter sich, ist das Risiko reduziert, nach der zweiten Läufigkeit aber unverändert gegenüber einer unkastrierten Hündin.

Durch die Entfernung der Hoden bei Rüden entfällt das Risiko, dass die Hoden entarten. Auch einigen Prostataerkrankungen wird vorgebeugt, ebenso Perianaldrüsentumoren im Aftergewebe. Dennoch sollten Sie für das Für und Wieder gut abwägen. Der Eingriff ist für Tierärzte zwar Routine, trotzdem bleibt immer ein Restrisiko z.B. durch die Narkose.

Die Kastration einer Hündin, oder die Kastration eines Rüden sollte heute selbstverständlich sein.  Wir brauchen keine ungewollten Welpen. Die Tierheime sind voll davon .  So zauberhaft auch kleine Welpen sind,  wenn Sie nicht schon im Vorfeld Abehmer haben, die seriös und vertrauensvoll sich eines kleinen Hundewelpchens annehmen, dann sollten Sie das Risiko nicht eingehen.

Lassen Sie Ihre Hündin kastrieren und Ihren Rüden ebenfalls!    Sie werden feststellen, es wird weder Ihren Rüden noch Ihre Hündin charakterlich oder verhaltenstechnisch verändern.   Sie können nur entspannter leben und mit ihren Hunden stressfreier den Spaziergang genießen.