Baby und Hund: Baby in Planung – Baby und Hund, geht das ?

Geschrieben von Nito am August 28th, 2012 in Baby und Hund, Verhalten des Hundes

Hund ist nicht gleich Hund. Und der Unterschied liegt nicht nur in Größe und Aussehen. Es gibt eine Vielzahl verschiedener Schläge und Rassen, die aufgrund der Aufgabe, für die sie ursprünglich vom Menschen gezüchtet wurden, sehr unterschiedliche Veranlagungen, Fähigkeiten und Bedürfnisse haben. Wählt man einen Hund aus, dessen Eigenschaften und Bedürfnissen man nicht gerecht werden kann, ist die Katastrophe vorprogrammiert.Ein weiterer elementarer Punkt ist das soziale Lernen und Umweltlernen des Welpen. Lernt ein junger Hund nicht in den ersten fünf bis sieben Lebenswochen, dass der Mensch Sozialpartner ist und dass es ihn in unterschiedlichsten Ausführungen (vom Säugling bis zum Senior) gibt, wird er Probleme mit dieser Spezies haben.

Findet diese frühe Sozialisierung nicht statt, kann zwar eine gewisse Gewöhnung hergestellt  werden, ein wirkliches Vertrauensverhältnis ist allerdings nicht mehr zu erwarten.

Leben Vierbeiner nicht in enger Gemeinschaft mit dem Menschen, haben sie nicht gelernt, auch Bewegungs- und Verhaltensmuster kleiner,schwacher oder alter Menschen dem potenziellen Sozialpartner zuzuordnen, dann kann es sogar passieren, dass stattdessen der Funktionskreis des Jagdverhaltens angesprochen wird.

Schwankende Bewegungen, Schreien und Zappeln, stürzende Individuen, die eben nicht Sozialpartner sind, können in das Beuteschema eines Hundes passen. Werden solche Hunde dann auch noch durch übertriebene Beutespiele hochgepuscht, geht von ihnen durchaus Gefahr aus.

Damit ist nicht eine sinnvolle Beschäftigung des Familienhundes durch Apportieren verschiedener Spielzeuge gemeint. Im Gegenteil: Eine angemessene Auslastung des Familienhundes ist notwendig für seine Ausgeglichenheit. Auch das gelegentliche Tragen eines Quietschtieres macht ihn keinesfalls zur Bestie.

Solange der Vierbeiner darüber nicht zu erregt oder schwer kontrollierbar wird, darf er auch diesen Spass haben. Ein Haushalt mit kleinen Kindern ist in der Regel ja ebenfalls kein Hort der Ruhe. Um dem Gewusel mit allen optischen und akustischen Reizen gewachsen zu sein, ist es wichtig, dass der Welpe bereits beim Züchter mit vielen Reizquellen konfrontiert wurde und lernen durfte, dass unterschiedliche Geräusche und optische Eindrücke nicht gleich Lebensgefahr bedeuten.

Je besser der Hund in seiner Kinderstube auf den ganz normalen Wahnsinn eines Familienalltags vorbereitet wurde, umso sicherer ist er als Familienmitglied.

Wer sich für einen erwachsenen Hund entscheidet, sollte sich von kompetenter Stelle gut beraten lassen. Es muss ausgiebig geprüft werden, wie sich der erwachsene Hund kleinen Kindern gegenüber verhält. Reagiert er unsicher, ängstlich oder völlig desinteressiert, ist er sicher nicht der richtige Familienhund.

Weitere Informationen zu diesem  Thema finden Sie auch hier :   Baby und Hund,   Familienhunde und Begleithunde,  Verhalten  des Hundes