Welche Impfungen braucht mein Hund

Geschrieben von Nito am Juli 14th, 2015 in Impfungen/Impfausweis

Hundekrankheiten: Staupe, Tollwut, Leptospirose, Parvovirose

Wie der Mensch, so braucht auch der Hund regelmäßige Impfungen, um gegen Krankheiten geschützt zu werden. Es gibt eine Reihe von Infektionskrankheiten, die den Hund bedrohen. Gegen folgende Krankheiten sollten Sie Ihren Hund deshalb unbedingt impfen lassen:

Die Staupe:
Unter Staupe versteht man eine Virusinfektion, die in verschiedenen Formen auftreten kann.

  • Als Darmstaupe mit Durchfall
  • als Lungenstaupe mit Lungenentzündung
  • als nervöse Staupe mit Lähmungen

Die nervöse Staupe erkennen Sie an folgenden Merkmalen:

Der Hund hat Fieber, Husten und Durchfall. Die Augen sind verklebt und tränen. Im fortgeschrittenem Stadium bekommt der Hund Krämpfe und Bewegungsstörungen.

Die Staupe tritt zwar, dank der durchgeführten Impfungen, nur noch selten auf, sie ist aber nicht völlig verschwunden.

Die Tollwut:
Die Tollwut zählt zu den schlimmsten aller Viruskrankheiten. Sie konnte bis heute nicht ausgerottet werden. Der erkrankte Hund zeigt ein aggressives Verhalten. Beißwut, Lähmungen und Krämpfe sind die Anzeichen für einen Tollwutbefall.

Da ein an Tollwut erkrankter Hund die Infektion an Menschen übertragen kann, (durch Bisse) ist eine regelmäßige Schutzimpfung besonders wichtig. Auslandsreisen mit dem Hund sind nur mit eingetragener Schutzimpfung im Impfpaß des Hundes möglich.

Die Leptospirose:
Die Leptospirose ist eine Bakterieninfektion und wird durch verschiedene Leptospiren – Erreger hervorgerufen. Es gibt darunter einige, die auch auf den Menschen übertragbar sind und ansteckende Gelbsucht verursachen.

Anzeichen:
Fieber, Erbrechen, Appetitmangel, Magen-, Darm- und Nierenerkrankungen. Häufig kommt es auch zu einer Schwäche in den Hinterläufen. In schweren Fällen Gelbsucht und Bewegungsstörungen. Durch regelmäßige Impfungen wird die Erkrankung und Übertragung wirkungsvoll verhindert.

Parvovirose:
Diese Krankheit wird oft dort übertragen, wo viele Hunde zusammenkommen, z. B. auf Ausstellungen. Streß erhöht die Anfälligkeit für die Erkrankung.

Anzeichen:
Plötzlich auftretender, blutiger Durchfall, starkes Erbrechen. Der Hund wird teilnahmslos, verweigert die Nahrungsaufnahme und leidet unter starkem Flüssigkeitsmangel. Ein vollkommener Impfschutz wird erreicht, wenn der entwurmte Welpe mit 8 Wochen die erste Grundimpfung gegen Staupe, Hepatitis und Leptospirose bekommt. Diese Grundimmunisierung wird in der Regel durch den Züchter veranlaßt. Fragen Sie danach! Die zweite Grundimpfung bekommt der Welpe in der 12. – 14. Lebenswoche. Wenn Sie den Welpen übernehmen sollte er durchgeimpft sein. Dies können Sie im Impfbuch nachkontrollieren. Die Impfung gegen Leptospirose und Tollwut sollte jährlich erneuert werden. Gegen Staupe und Hepatitis sollte alle zwei Jahre geimpft werden.

Zu erwähnen wäre in diesem Zusammenhang auch das regelmäßige Untersuchen Ihres Hundes auf Würmer. Jeder Welpen bekommt von der Mutter Spulwürmer mit. Diese Einrichtung der Natur ist dazu gedacht, beim Welpen bereits Abwehrstoffe gegen Würmer zu entwickeln. Die Welpen werden ab der 2.Lebenswoche alle 14 Tage bis zur Abgabe von 12 Wochen entwurmt. Danach empfehlen wir eine 1/4 jährliche Entwurmung. Würmer schwächen die Widerstandskraft gegen Infektionen, daher ist das regelmäßige Entwurmen so wichtig. Sie sollten Ihrem Hund aber nun nicht einfach prophylaktisch eine Wurmkur verabreichen. Nehmen Sie etwas vom Kot des Hundes mit zum Tierarzt und lassen diese Probe auf Würmer untersuchen. Der Tierarzt wir Ihnen im Bedarfsfall das richtige Mittel für den Hund verabreichen.

Ein kleiner Tip am Rande: Ich packe die Tabletten immer in eine Scheibe Wurst und gebe Sie dann unserem Hund. So können Sie sicher sein, dass der Hund die Medizin auch schluckt.

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