Prozessionsraupen – Allergie durch Prozessionsraupen – Hundekrankheiten

Geschrieben von Nito am August 7th, 2012 in Hundekrankheiten

 Prozessionsraupen – Gefahr für Hunde – Allergie durch Prozessionsraupen – Hundekrankheiten –  Gefahr für Hunde –

Brennhaare der Raupe rufen allergische Reaktionen hervor. Mit Beginn der warmen Jahreszeit im Februar, März sind Mensch und Tier auch unterschiedlichsten Plagegeistern wie Mücken oder Zecken ausgesetzt. Besonders gefährlich, weil schon bei leichtem Hautkontakt giftig, sind die sogenannten Prozessionsraupen.

Der Falter (Thaumetopoea pityocampa) fliegt in der Zeit von Mitte Juni bis Ende August und die Weibchen legen ihre Eigelege an den Pinien- bzw. Kiefernnadeln ab. Im Januar schlüpfen die Larven. An der Costa Blanca sieht man dann im Februar als erstes die weißen watteartigen Nester der Prozessionsraupen in den Pinienästen. Nach dem letzten Larvenstadium wandern dann die Raupen entgültig zur Verpuppung zum Boden, wo am Ende des Frühlings die Kokons im Boden gebildet werden.

Für Tiere und auch Menschen ist gerade diese Zeit zwischen Februar und April die gefährliche. Die Brennhaare (die sogenannten Setae) sitzen auf den Abdominalsegmenten der Prozessionsraupen, sie enthalten ein Eiweißgift und können sogar aktiv ausgeschleudert werden. Diese Brennhaare können auch durch Wind verbreitet werden und rufen unangenehme und teilweise gefährliche Reaktionen bei Mensch und Tier hervor. Eine kurze Berührung reicht aus, um stärksten Juckreiz auszulösen, dem meist ein Hautausschlag folgt.

Tiere sind extrem gefährdet, wenn sie mit der Nase am Boden schnüffelnd herumlaufen, da gerade die Schleimhäute von Mund und Nase besonders empfindlich sind. Daher sollte man in dieser Zeit seinen Hund beobachten: Reibt er seine Nase und Schnauze ständig am Boden, schwellen Zunge oder Kopf stark an, sind das erste Anzeichen für einen möglichen Kontakt mit den Prozessionsraupen. Daraus können sich noch schwerwiegendere Krankheitsbilder wie Schwindel, Fieber, Augenentzündungen, Asthmaanfälle, Erstickungsgefahr und Schock entwickeln. Erste Hilfsmassnahme ist, die betroffenen Körperteile mit lauwarmen Wasser abzuspülen. Auf jeden Fall sollte ein Tierarzt aufgesucht werden, der über die weitere Behandlung entscheidet.

Vorbeugen kann man eventuell durch die Vermeidung von Spaziergängen in Gegenden mit viel Pinienbestand. Aber trotzdem bleiben die Brennhaare der Prozessionsraupe ein Problem, da sie sich lange in der Natur halten; sie können mehrere Jahre intakt und irritativ bleiben.

Mein Podenco Ibizenco , Sem, war in diesem Frühjahr von Prozessionsraupen befallen.  Mir ist das leider erst nicht aufgefallen. Er war alleine unterwegs, kam nach 5 Stunden zurück – und ich dachte, er sei einfach erschöpft und müde.  Zwar völlig untypisch für diesen hyperaktiven Hund, aber es hätte ja theoretisch sein können.

Nachdem er nach Stunden in der gleichen Position auf seinem Hundebett lag, begann ich mir doch ernsthafte Sorgen zu machen. Er mochte weder essen noch trinken. Er war völlig aphatisch.   Bis ich merkte, dass er ganz sicher Fieber hatte.   Seine Schnauze war heiss, sein ganzer Körper „brannte“ und sein Gesicht  und die Vorderläufe waren angeschwollen.    Ich machte ihm kalte Umschläge und kam immer noch nicht auf die Idee mit den Prozessionsraupen.  Ich lebe direkt am Meer.  Daher bin ich mir der Gefahr zwar bewusst, war mir aber nicht im Klaren darüber, dass auch hier , etwas entfernt von den Dünen, kleine Pinienwälder sind.

Erst eine Freundin, die auch Hunde hat, gab mir den Tipp.   Der Tierarzt bestätigte die Diagnose.  Sem litt sehr unter dem Befall. Er war 4 Tage richtig ernsthaft krank.  Er wurde medikamentös behandelt und nach knapp einer Woche war er wieder „der Alte“.

Wir beide hatten Glück, ein Befall kann durchaus tödlich enden.  Es gibt Hunde, die ersticken.

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