Parasiten Hund: Übertragung der Leishmaniose ausschließlich über Sandmücken?

Geschrieben von Nito am August 6th, 2012 in Hundekrankheiten

Der Leishmanioses Erreger wird bekanntermassen über Sandmücken auf Hunde übertragen. Das Auftreten der Leishmanioses ist daher eng an das Vorkommen dieser Überträger gebunden. Das Verbreitungsgebiet dieser Sandmücken ist vor allem im mediterranen Mittelmeerraum zu finden, beschränkt sich aber nicht ausschießlich auf tropische und subtropische Gebiete. So wurden in neuer Zeit auch in der Südschweiz und in Süddeutschland im Raum Baden-Württemberg vereinzelt bestimmte Sandmückenarten gefunden. Seit den 70-iger Jahren gibt es einzelne Berichte über vermutlich autochthone Leishmaniosesfälle, d.h. Fälle, in denen sich Tiere oder Menschen ausserhalb der bekanntermaßen gefährdeten Reisegebiete  im eigenen Land angesteckt haben.

Wie sich diese Tiere und Menschen im Einzelnen angesteckt haben, ist noch ungeklärt.

Theoretisch bestehen folgende Möglichkeiten:

  • Ansteckung über Sandmücken im eigenen Land
  • Ansteckung beim Deckakt über infiziertes Sperma
  • bereits vorgeburtlich über die Plazenta der Mutter
  • über Bluttransfusion
  • über den direkten Kointakt mit infiziertem blut (Beißereien od. Verletzungen

Eventuell könnte es auch möglich sein, dass andere blutsaugende Parasiten wie Flöhe oder Zecken anstechende Leishmaniosisstadien aus dem infizierten Blut eines tieres aufnehmen und diese beim nächsten augakt auf ein anderes Tier übertragen.

All diese alternativen Übertragungswege sind aber noch unzureichend geklärt und stellen, wenn überhaupt, eine extem seltene Ausnahme dar. Noch ist die Leishmaniose des Hundes eine nahezu ausschließliche Reise- und Importerkrankung, d.h. Hunde stecken sich im Ausland über den Stich von Sandmücken an und bringen die Infektion mit nach Deutschland, Österreich und in die Schweiz.

Weitere Informationen zum Thema , finden Sie auch hier :    Hundekrankheiten