Leishmaniose Hund – Sandmücken übertragen diese Mittelmeerkrankheit

Geschrieben von Nito am August 6th, 2012 in Hundekrankheiten

Wie wird die Leishamaniose übertragen?  Die Übertragung ist im Mittelmeerrandgebiet an Sandmücken gebunden. (Die Sandmücke hat nichts mit Stränden zu tun, sie heisst so, weil sie klein wie ein Sandkorn ist).  Meistens tauchen diese Mücken in Biotopen und Feuchtgebieten auf. Am Meer, sprich am Strand, fühlen sie sich nicht wohl. Dort ist die Übertragungsgefahr am geringsten. Die unbehandelte Leishmaniose führt unbehandelt zum Tod des Hundes.  Leider sind die Behandlungsmethoden nach wie vor recht unbefriedigend. . Die sichtbaren Zeichen eines Befalls sind höchst unterschiedlich. Oft gehen sie einher mit leichtem Fieber, Anämie, Abmagerung und Bewegungsstörungen, dazu kommen meist noch Hautläsionen und übermässiges Krallenwachstum.

In manchen Gebieten Spaniens sind bis zu 50 Prozent der streunenden Hunde befallen. Die Leishmanioses geht schleichend voran, so dass die Infektion lange (Monate bis ein Jahr) unbemerkt bleiben kann. Ist die Krankheit diagnostiziert, kann sie behandelt werden. Eliminieren kann man den Erreger allerdings nicht.  Eine teure Angelegenheit für den Hundehalter. Am besten hat sich offenbar die tägliche Gabe von 20 mg Allorinol pro kg Körpergewicht für zwei bis sechs Monate oder lebenslang bewährt.  Viele Hunde, die behandelt werden, haben noch viele gute Jahre vor sich.

Eine vorbeugende Impfung gibt es nicht. Ein Schutz vor dem Stich der Sandmücke kann aber durch permethrinhaltige Produkte für ca. 14 Tage erreicht werden.  Die propyhlaktische tägliche Gabe von obiger Dosos an Allopurinol vor der Einreise in endemische Gebiete bietet ebenfalls Schutz.

Im Laufe der vielen Jahre, seitdem ich Hunde in meiner Familie habe, hatte ich drei Hunde, die an Leishmaniosis erkrankt waren.  Nina, hatte den Virus, er kam allerdings nicht zum Ausbruch.   Sunny war von seinem ersten Lebensjahr an leider von der Kranheit heimgesucht worden.  Er wurde immer wieder behandelt.  Eine 4-wöchige Spritzenkur senkte die Blutwerte und sein Wohlbefinden stieg.   Er lebte 4 1/2 weitere Jahre mit der Krankheit, er musste zwar täglich eine Tablette, Zacor, nehmen.  Aber mit ein wenig Leberwurst, war das kein Problem.

Sunny war bis 3 Monate vor seinem rapiden Abbau  (schlussendlich starb er an Nierenversagen, durch die Einnahme der vielen Medikamente über Jahre), ein ausgesprochen fröhlicher , vitaler und sportlicher Hund. Er liebte es zu schwimmen und wenn man es nicht wusste, wäre man niemals auf die Idee gekommen, dass der Hund leider schwer krank war.

Sie sehen, es gibt keinen Grund, einen Leishmaniose-Hund seinem Schicksal zu überlassen.  Man muss sich nur über Aufwand und Kosten im klaren sein.  Das will ich an dieser Stelle nicht unerwähnt lassen.   Dennoch war jeder Euro von Herzen gerne investiert.    Die Behandlung schenkte ihm ein längeres Leben.