Hundekrankheiten: Können Hunde Schnupfen bekommen? Kann sich mein Hund erkälten?

Geschrieben von Nito am August 5th, 2012 in Hundekrankheiten

Hundekrankheiten: Natürlich können sich auch Hunde einen Schnupfen einfangen.  Ein Hund kann sich genauso eine Erkätung holen, wie wir und erkälten können.  Leider geht es diesbezüglich Vierbeinern nicht viel besser als uns Menschen. Kommt die kalte Jahreszeit, lässt die dazugehörende Grippe meistens nicht lange auf sich warten.   Die Nase beginnt zu laufen, das Bellen wird rau und heiser. Der Spaziergang durch eisige Kälte ist nur mittelmässig lustig. Das Lieblingsfressen gammelt vor sich hin.Zunächst ist es wichtig abzugrenzen, wie ernsthaft die Erkrankung wirklich ist. Einen entscheidenden Hinweis bietet hier die Körperinnentemperatur. Die kann fast jeder Besitzer selbst messen: mit einem herkömmlichen Fieberthermometer, wie es beim Menschen eingesetzt wird.  Die Spitze macht der Untersucher mit fetthaltiger Creme gleitfähig. Eine Hilfsperson fixiert den Patienten – ohne Gewalt – aber bestimmt.  Die Rute wird von der messenden Person gen Himmel gelüftet und das Thermometer je nach Grösse des Hundes 0,5 bis 1 cm tief in den Anus geschoben.  Sind die Abwehrbewegungen des Tieres zu heftig, bricht der Messende lieber ab.  Im schlechtesten Fall kann er den Hund sonst durch das Thermometer verletzen. Meistens lassen die Patienten aber die Prozedur über sich ergehen.

Füttert eine weitere Person während des Messens am Vorderende in regelmässigen Abständen dieverse Lieblingsleckerlis, verlängert sich die Geduld des Tieres oft erheblich.

Die Normaltemperatur eines Hundes liegt zwischen 36 und 39 Grad. Bei jungen Hunden kann sie sogar bis auf 39,5 klettern, ohne dass sie damit krankheitsbedingt erhöht wäre. Liegen die Messergebnisse unter dem kritischen Bereich, ist die Wahrscheinlichkeit gross, dass der Hundekörper den Infekt ohne medikamentöse Unterstützung selbst eindämmen kann. Alle Messwerte, die darüber liegen, geben jedoch ernsthaften Anlass zur Sorge.

Hat der Hund Fieber, muss ein Tierarzt konsultiert werden. In aller Regel verordnet dieser ein Antibiotikum. In schweren Fällen kommen zusätzliche Schleimlöser und Medikamente zum Einsatz, um die Bronchien weit zu stellen. Beides erleichtert das Abhusten von Sekreten in den Atemwegen. Genau wie ein erkrankter Mensch braucht der Hund jetzt viel Ruhe. Kurze Gassigänge müssen sein, doch auf ausgedehnte Spaziergänge verzichten Herrchen und Frauchen in dieser Phase besser, denn nass darf der pflegebedürftige Hund jetzt keinesfalls werden. Wird der Patient trotzdem einmal von einem Regenguss erwischt, muss unbedingt das Verwöhnprogramm folgen, mit Handtuch abrubbeln, Fön auf mittlerer Stufe, bis die Fellpracht trocken ist. Sofern vorhanden, tut der Einsatz von Rotlicht dem angeschlagenen Vierbeiner gut. Im Abstand von etwa einem Meter für zehn Minuten beschleunigt Rotlichtbestrahlung den Heilungsprozess.

Der Kontakt zu anderen Hunden sollte so weit wie möglich eingeschränkt werden. Die Gefahr einer Übertragung von Hund zu Hund ist extrem groß.  Verantwortungsvolle Besitzer halten daher ihren eigenen erkrankten Hund von anderen fern, um zu verhindern, dass diese sich infizieren.

Theoretisch ist eine Ansteckung vom Tier auf den Menschen und umgekehrt denkbar. Ob es tatsächlich dazu kommt, ist vor allem vom beteiligten Keim abhängig. Die meisten Erreger sind streng wirtsspezifisch. Sie können entweder den Menschen oder den Hund krank machen. Zwischen beiden Spezies hin- und herzuspringen gelingt ihnen nicht. Doch wie immer bestätigt die Ausnahme die Regel.

Es existieren nämlich sehr wohl einige wenige Krankheitserreger, die Mensch und Tier gleichermassen befallen und zwischen beiden Parteien wechseln können. Fazit: Die Übertragung einer Erkältung vom Tier auf den Menschen oder umgekehrt ist durchaus möglich. Viel häufiger erfolgt jedoch die Ansteckung von Tier zu Tier oder von Mensch zu Mensch.