Flohallergie, Flohbehandlung, Flohbissalergie, Flohbehandlung beim Hund. Mein Hund hat Flöhe

Geschrieben von Nito am März 12th, 2014 in Hundekrankheiten

Flöhe gehören zu den häufigsten Ursachen für Hautprobleme bei Hund und Katze. Als blutsaugende Parasiten sind sie nicht nur Lästlinge, die durch ihren Biss jugende Papeln hervorrufen.  Ein Massenbefall mit Flöhen kann gerade bei Welpen, geschwächten und kleinen Tieren einen massiven Blutverlust und somit eine Anämie mit möglicherweise tödlichem Ausgang hervorrufen.  Flöhe übertragen verschiedene Krankheitserreger, zum Beispiel den Hundebandwurm, verschiedene Bakterien und Viren, stellen damit also durchaus eine potenzielle Gefahr für die Gesundheit dar, da sie auch beim Menschen Blut saugen. Gut bekannt isst auch ihre Rolle als Allergieauslöser der Flohbissalergie. Die Allergie ggenüber Eiweißsubstanzen im Flohspeichel gilt als die häufigste Allergie beim Hund und kann die Entstehung weiterer Allergien fördern.

Flohbissallergie

Für die meisten Tierhalter sind erfahrungsgemäß Hautprobleme beim Hund, insbesondere die Flohbissallergie, der Hauptgrund für Flohbekämpfung. Diese entwickelt ich schleichend über Monate oder Jahre hinweg – der letzlich sichtbaren allerigschen Reaktion geht eine unbemerkt verlaufende sogenannte Sensibilisierungsphase voraus, in der das Tier immer wieder Kontakt mit dem Allergieauslöser Flohspeichel hatte und sich die Allergie entwickelt.  Erste sichtbare Symptome zeigen sich etwa im Alter von drei bis fünf Jahren. Ist das Tier erst einmal allergisch, reicht neueren Untersuchungen zufolge bereits ein einziger Flohbiss, um Juckreiz für zehn bis 14 Tage auszulösen – anfangs durch die allergische Reaktion selbst, später durch die Entzündung der Haut durch die normalen Hautkeime, die durch die juckreizbedingte Schädigung der Haut eindringen und eine Infektion auslösen können.

Beim Hund hat die FAD ein typisches Verteilungsmuster: Ausschließlich die hintere Körperhälfte ist betroffen, nämlich Rücken (ende), Rute, Rückseite der Hinterbeine und Flankenbereich.  Eventuell treten zusätzlich verkrustete Papeln im Nabelbereich auf.

An der Bissstelle bildet sich eine gerötete Papel, die allerdings bei dichtem Fell unentdeckt bleiben kann.  Unübersehbar hingegen sind die durch den Juckreiz entstehenden Folgen wie Kratzspuren, Entzündungen, Haarverlust und letztlich die Veränderungen durch chronische Entzündungsreaktionen wie haarlose, verdickte, schwarz verfärbte Haut.  Bei Tieren mit chronischer FAD können die Haare im betroffenen Bereich in einer anderen Farbe nachwachsen.

Flohbekämpfung

Zahlreiche sehr effektive und immer spezifische Mittel stehen zur Flohbekämpfung zur Verfügung.  Eine erfolgreiche Flohbehandlung umfasst das Abtöten der sichtbaren Flöhe am Tier und die Bekämpfung der Jugendstadien in der Umgebung.  Sie besteht also in der Regel aus mehr als einem Präparat und muss immer sämtliche empfänglichen Tiere des Haushalts einschließen.  Die erwachsenen Flöhe machen nämlich nur etwa fünf Prozent der Flohpopulation aus, die restlichen 95 Prozent bilden die Jugendstadien ,die sich größtenteils in der Umgebung aufhalten.

Insbesondere die beweglichen Flohlarven werden häufig nicht oder nicht intensiv genug behandelt. sie schlüpfen aus den am Boden liegenden Eiern und sind positiv geotrop und negativ phototrop, kriechen also vom Licht wegund möglichst unter Gegenstände, etwa tief in den Teppich hinein. Anders als oft angenommen, ist Staubsaugen keine sehr wirkungsvolle Möglichkeit zur Flohentfernung – mit dem Staubsauger weden zwar etwa 90 Prozent der Floheier, aber nur noch etwa 15 bis 27 Prozent der Larven entfernt.

Eine effektive Flohkontrolle kombiniert demnach Adultizide (zum Abtöten der erwachsenen Flöhe am Tier und in der Umgebung), Juvenoide (verhindern die Weiterentwicklung der Larven) und Chitinsynthesehemmer (unterbinden die Weiterentwicklung der Eier) und sorgt dafür, dass die jeweiligen Stadien, insbesondere das erste Larvenstadium, ebenfalls durch den Wirkstoff erreicht werden können. Diese Kombination empfiehlt  sich bei einem akuten Flohproblem und unbedingt bei einem flohallergischen Patienten, um den Flohdruck aus der Umgebung möglichst schnell zu senken.

Für die Langzeitvorbeuge kann dann meist auf die regelmäßie Anwendung eines Audultizids und eines Juvenoids bei sämtlichen Tieren des Haushalts übergegangen werden.

Werden Flöhe gefunden, auch bei nicht-allergischen Tieren, ist eine präventive Bandwurmbehandlung unbedingt zu empfehlen.