Erlichiose – Übertragung durch Zecken – Symptome u. Behandlung

Geschrieben von Nito am August 7th, 2012 in Hundekrankheiten

Erlichiose – Hundekrankheiten – Symptome – Behandlung

 

Vor allem im Mittelmeerraum ist die Erlichiose stark verbreitet. Sie wird hauptsächlich über den Biss einer infizierten Zecke übertragen. Deshalb kommt die Erlichiose oft in Zusammenhang mit der Babesiose vor.

Solche Organismen, welche die Merkmale von Bakterien und Viren in sich tragen, nennt man auch Rickisetten. Ist ein Hund infiziert, kann dies erst 20 Tage nach der Infektion über einen Antikörpertest festgestellt werden. Die Rickisetten befallen die Blutzellen von Hunden und wandern dann weiter in die Lymphknoten, die Milz, die Leber und andere Organe. In diesen Organen heften sie sich an deren Innenwände und verursachen Blutungen. Der Hauptüberträger dieser Organismen ist die braune Hundezecke.

In die erste Phase der Krankheit tritt der Hund ca. ein bis drei Wochen nach der Ansteckung ein. In dieser Phase wird das Krankheitsbild bestimmt durch Mattigkeit, Leistungsschwäche, Appetitlosigkeit, Gewichtsreduzierung sowie geschwollene Lymphknoten. Außerdem können noch folgende Begleiterscheinungen auftreten: Krampfanfälle, Gelenkentzündungen und eine Lähmung der Hinterpfoten. Vereinzelt können sogar schon in der ersten Phase Nasenbluten und punktförmige Blutungen in Erscheinung treten.

Symptome der Erlichiose

Die zweite Phase folgt ca. ein bis vier Monate nach der Ansteckung. Nach dieser Zeit sind die Hunde entweder symptomlos und überstehen die Krankheit ohne Nachwirkungen, oder aber die Krankheit geht in die chronische, dritte Phase über.

Ist der Hund in der chronischen Phase, treten erhöhte Blutungsneigungen mit Nasenbluten und punktförmigen Blutungen auf den Schleimhäuten und/ oder auf der Haut auf. Zusätzlich tritt eine Abmagerung, Leistungsschwäche und eine Futterverweigerung beim Hund auf. Gelegentlich werden auch Blut im Kot oder Urin, Bluthusten und Blutergüsse in den Gelenken festgestellt.

Behandlung der Erlichiose

Therapiert werden kann das ganze mit Antibiotika. Die Therapie sollte über drei Wochen gehen und frühzeitig begonnen werden. Dann ist sie auch meist erfolgreich. Durch diese Therapie können aber einige mehr oder weniger starke Nebenwirkungen auftreten. Hauptsächlich kommt es zu Leber- Nierenschäden. Um ihren Hund am zuverlässigsten vor der Erlichiose zu schützen, ist das beste Mittel die Zecken- Prophylaxe.

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