Sind Hundemäntel albern oder sinnvoll?

Geschrieben von Nito am Februar 9th, 2010 in Gesundheit

Selbst hier, an der spanischen Küste, holt uns der Winter ein. Natürlich sinken die Temperaturen nicht auf die arktischen Werte, wie dezeit in Deutschland üblich, aber dennoch: Mensch und Tier frieren. Nun sieht man sie wieder, die verhüllten, mehr oder weniger stylish oder geschmacklos gewandeten Vierbeiner.  Ein immer wieder diskutiertes Reizthema ……

Ein Thema welches polarisiert.  Es gibt aber in der Tat Hunderassen, denen es einfach zu kalt ist und die entsetzlich frieren. Wenn Sie auch noch einen Südländer in mitteleuropäischen Gefilden leben lassen, dann sollte man das Thema „Mäntelchen“  oder Hundepullover , nicht von vornhin ad acta legen.

Windhunde und deren Mischlinge haben einen Organismus und eine Fellstruktur, die an heisses und trockenes Klima angepasst sind. Die Natur hat diese Hunde so ausgerüstet, dass sie selbst in extremer Wärme ausdauernde körperliche Leistungen ohne Überhitzung vollbringen können. Im Gegensatz  zu vielen Hunden aus kühlen Regionen, verfüg ihr Fell nicht übe reine dichte, wärmende Unterwolle. Ausserdem haben sie kaum Unterhautfettgewebe, das sie gegen feucht-kaltes Klima schützen könnte.  Das Klima kann also zu echten gesundheitlichen Problemen führen. Erkältungskrankheiten und Infektionen treten auf, es kann zu Muskulaturproblmen und Verspannungen kommen. Die Verletzungsanfälligkeit steigt und der Organismus wird geschwächt.

Einige kurzhaarige Rassen, die ihren Ursprung in Deutschland haben, schützt ebenfalls keine dicke Unterwolle. Dazu gehören Kurzhaardackel, Dobermann, Deutsch Kurzhaar, Deutscher Boxer, Deutscher Pinscher und der Kurzhaar-Weimeraner.

Nun sollte man aber nicht davon ausgehen, dass alle kurzhaarigen Hunde zusätzlichen Schutz brauchen. Neben der Herkunft und Fellbeschaffenheit hängt dies auch von der individuelen Kälteempfindlichkeit ab, die je nach Hnd ganz unterschiedlich sein kann.

Es kommt natürlich erschwerend hinzu, dass die meisten Hunde, bis auf wenige Stunden des Tages, in geheizten Räumen leben. Sie haben also Temperaturschwankungen von 20 bis 30 Grad zu verkraften.  Besonders die Südhunde sind damit völlig überfordert.

Niederläufige Hunde wie Teckel, kleine Terrier oder Zwerghunde wie der Chihuahua sind zudem der Bodenkälte extrem stark ausgesetzt.

Ihr Hund zeigt Ihnen durchaus an, ob er friert. Sie erkennen es z.B. daran, dass er einfach vor Kälte zittert, oder dass er verspannt läuft, den Rücken nach oben durchgedrückt hat, die Rute einklemmt, nur ungern nach draussen will oder sich sogar weigert, die Wohnung zu verlassen.

Zeit Ihr Vierbeiner also deutlich, dass er friert, so ist es keineswegs verweichlichend, ihm einen Mantel anzuziehen.

Hundemäntel, Hundepullover – Outfit für Hunde