Welpenerziehung: Mensch-Hund-Beziehung in der „heißen“ Phase der Pubertät

Geschrieben von Nito am September 4th, 2012 in Gesundheit

Vieles aus der Menschenwelt lässt sich, wie ich schon schrieb, auf den Hund übertragen. Ist der menschliche Teenager durch körperliche und psychische Veränderungen irritiert, helfen ihm Regeln und Strukturen, sich in der Gesellschaft zurechtzufinden. Aussergewöhnliche Strenge und Härte hingegen führen dazu, dass Teenager umso mehr über die Stränge schlagen, „ausflippen“, Wände besprühen, Lehrer beschimpfen und alles doof finden.

Wie so oft ist ein Mittelweg die beste Variante, auch im Umgang mit Hunden: Ein Hund soll Hund sein können, mit Artgenossen toben, aber auch wissen, wann Ende ist und die Aufforderung des Menschen akzeptieren. Gehorsam sollte immer mal abgefragt werden. Es passiert so Vieles im und mit dem jungen Hund, dass es nicht verwunderlich ist, wenn er plötzlich nicht mehr lange Zeit sitzen bleiben kann. Besser funktionieren wird es auch nicht, wenn man es noch mal und noch mal übt und dabei ungeduldig oder gar wütend wird.

Hilfreich ist es, mit Spass und Gelassenheit zu üben, denn das macht für den jungen Hund auch mehr Sinn: Statt nur sitzen und zu üben, kann man solche Aufgaben verbinden mit Apportieraufgaben, nach dem Motto „wenn Du es aushälst einen Moment zu bleiben, dann wartet eine spannende Aufgabe auf Dich“.

Gemeinsame Erfolgserlebnisse schweissen zudem zusammen. Ein Hund, der während der pubertären Entwicklung Unsicherheitsphasen durchläuft, kann durch die Bewältigung von Aufgaben stabilisiert werden, denn das macht stolz! Es gibt nichts Besseres für einen solchen Hund als einen Hundehalter, der dem unsicheren Hund Führung und Orientierung bietet, anstatt die Ängste durch Bedauern und Trösten zu schüren.

Weitere Informationen finden Sie zu diesem Thema und vielen anderen, die Sie interessieren könnten, auch hier :   Gesunde Hunde und Hunderziehung