Kastration oder Sterilisation – wenn ja, warum

Geschrieben von Nito am Februar 9th, 2010 in Gesundheit

Bei der Sterilisation wird beim Rüden die Weiterleitung des Spermas durch Verschluss der Samenleiter verhindert, bei der Hündin der Transport der Eizellen zur Gebärmutter durch Unterbindung des Eileiters. Die Produktion der Geschlechtshormone bleibt voll erhalten.
Dies ist auch ein wesentlicher Grund dafür, dass die Sterilisation bei Hunden kaum vorgenommen wird. Die Kastration im jungen Alter verhindert allerdings die Ausprägung des geschlechtstypischen Phänotyps, der bei Rassehunden jeweils im Rassestandard festgelegt ist.
Kastrieren oder sterillisieren Sie Ihr Tier auch nicht zu früh. Die Kastration sollte erst nach abgeschlossenem Wachstum und Erreichen der sozialen Reife erfolgen, also nicht vor dem 18. Lebensmonat. Eine sehr frühe prophylaktische Kastration, ohne dass konkrete Gründe vorliegen, ist aus ethischen Gründen abzulehnen, obwohl das beispielsweise in den USA bei Hündinnen üblich ist. Dabei wird davon ausgegangen, dass sie dadurch späterweniger häufig an Mammatumoren erkranken.