4. Lebenswoche eines Welpen

Geschrieben von Nito am März 4th, 2009 in Geburt und Aufzucht

Zu Beginn der 4. Lebenswoche hat man zum ersten Mal den Eindruck, einen kleinen Hund vor sich zu haben. Die motorischen Fähigkeiten verbessern sich auffällig, und die sozialen Interaktionen mit der Mutter und zwischen den

Wurfgeschwistern nehmen schlagartig zu. Das Neugierverhalten ist gross, und die Welpen reagieren massiv auf Umweltreize. Jetzt finden die wesentlichen Wachstums- und Differenzierungsprozesse im Gehirn statt.

Um ein normales, artgerechtes Sozialverhalten zu entwickeln, benötigt der Welpe in dieser Phase die entsprechenden Umweltsignale. Die sozialen Gesten an sich, also z.B. Drohgebärden oder die Körpersprache der Unterwerfung, sind dem Hund zwar angeboren – die Fähigkeit, diese beim Sozialpartner zu erkennen und dann darauf korrekt zu antworten, aber nicht. Genau dieses Lernen wird als Sozialisation bezeichnet.  In der Sozialisationsphase speichert der Welpe alle Lebewesen, denen er begegnet, bei zumeist positivem Kontakt als Artgenosse oder befreundete Spezies ab.

Gleiches gilt für die unbelebten Umweltreize.  Alles, was der Welpe in dieser Phase nicht kennen lernt, wird ihm später einmal Angst einflössen.

Angst ist eine negative Emotion. Es kommt zu inneren und äußeren Stressreaktionen des Körpers auf eine tatsächliche oder auch nur auf eine empfunde Gefahr.