Windhunde – Laufhunde

Die Windhunde haben einen nur gering ausgeprägten Geruchssinn und jagen deswegen vorwiegend mit dem Gesichtssinn, die Engländer klassifizieren sie als “sight hunters”. Es handelt sich im allgemeinen um grosse, leichte und äußerst schnelle Hunde mit schlankem, länglichem Körper, langen und nervigen Gliedmassen.

Trotz ihres fast zerbrechlichen und zarten Aussehens sind sie robust und widerstandsfähig und haben solid gebauchte Knochen, an denen die länglichen und trockenen, mit starken Sehnen versehenen Muskeln ansetzen. Die Windhunde eignen sich für die Jagd im freien Gelände, sei es auf Kleinweild oder auf Großwild.


Lauf- und Windhunde gehören zu den ältesten Hunderassen.

Der Greyhound ist nachweislich der erste Jagdhund, über des es historische Aufzeichnungen gibt.

Die ersten in Europa bekannten Jagdhunde zogen mit den Kelten über den Kontinent und lebten bei ihnen, wo immer diese sich niederliesen. Ein Urahne der Laufhunde ist der St. Hubertus-Hund aus dem 6. Jahrhundert. Diese Rasse wurde von belgischen Mönchen gezüchtet. Sie hatten das Tier nach dem Heiden Hubert benannt, der, nachdem ihm ein Hirsch mit einem Kreuz auf dem Geweih erschienen war, zum christlichen Glauben übertrat. Der Bloodhound ist ein unmittelbarer Nachkomme des St. Hubertus-Hund.

Über die Jahrhunderte entwickelte jedes Land seine eigenen Laufhundtypen. Da die Jagd eine der beliebtesten Freizeitbeschäftigungen der französischen Aristokratie war, wurde ein entsprechend grosses Augenmerk auf die Hundezucht gelegt. Mit dem Niedergang des Adels nach der Französischen Revolution starben auch viele Laufhunde wie etwa der Devon Staghound oder der Welsh Hound aus. Noch heute erfreut sich eine große Anzahl von Rassen, wie der Basset Griffon Vendeen, grosser Beliebheit.

Laufhunde und Windhunde zeichnen sich durch zwei Eigenschaften aus:

einen gutbemuskelten Körperbau und einen ausgezeichneten Geruchssinn. Daher werden sie auch , je nachdem, wie sie ihre Beute stellen, in zwei Gruppen unterteilt: Laufhunde und Windhunde.  Die Laufhunde sind im Gegensatz zu den meisten Windhunden nicht aufgrund ihrer großartigen Sprintfähigkeit berühmt, sondern wegen der nahezu unglaublichen Ausdauer, mit der sie ihre Beute verfolgen.


Windhunde: Im nahen Osten wurden bereits um 6.000 v. Chr. hochgewachsene, athletische Tiere mit langen, muskulösen Körpern gezüchtet, die typische Sichthetzer waren. Auf ausgegrabenen Tonscherben sind von Persern und Assyrern windhundähnliche Tiere bei der Gazellenjagd dargestellt worden. Zu den Nachkommen dieser auf Sicht jagenden Hunden zählen Rassesn wie Greyhound, Afghane oder Saluki.

Diese rasanten Kurzstreckenläufer verlassen sich bei der Jagd  weniger auf ihren Geruchssinn als viel mehr auf ihre Augen.  Da diese Hunde in trochenen und heissen Regionen jagten, wo die Vegetation eher spärlich war, prägte sich auch der Geruchssinn nicht so stark aus wie die Fähigkeit, auf grosse Entfernungen zu sehen.

Anders als die Laufhunde, die ihre Beute durch eine lange, ausdauernde Jagd ermüden ,müssen die Windhunde ihre Opfer schnell erreichen. Sie zeichnen sich durch lange Läufe, muskulöse Lenden und einen schlanken, geschmeidigen Körper aus. Ihre tiefe Brust bietet ausreichend Platz für eine grosse Lunge.

Bei den Hunderennen wurden die Windhunde schon bald bevorzugt eingesetzt, da sie bedeutend schneller als andere Hunde sind.

Zu den Windhunden gehören:

Weitere Informationen zu Rassehunden finden Sie auch auf diesen Seiten, die einzelnen Gruppen und die Zugehörigkeit der diversen Rassen:

 

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