Der Galgo – die Galga – espanol. Sanfte Seele

Geschrieben von Nito am Juli 31st, 2009 in Windhunde

Ein Galgo oder eine Galga sind schnelle Sprinter und haben ein sanftes SeelchenBei Windhunden unterscheidet man drei Typen: die Mittelmeer Windhunde mit grossen Stehohren, die nicht nur mit den Augen, sondern auch mit der Nase jagen. Die „Östlichen“, jene edlen, schlappohrigen Orientprinzen und – prinzessinnen, die erst richtig in Fahrt kommen, wenn andere schon müde sind. Und die „Westlichen“ rustikalen, wendigen Kurzstreckensprinter mit den rückwärts gefalteten Rosenohren, die sich im Lauf „auf einem Penny um die eigene Achse“ drehen.

Der Galgo Espanol mit seinen Rosenohren und dem glatt oder rauhharrigen Fell gehört zu den Westlichen Windhunden. Er ist in Spanien ein uralteingesessener Landschlag.

Seit 1971 aber ist er auch eine FCI anerkannte Rasse mit Standard und Zuchtbuch. Und seitdem streitet man sich, werer ist und woher er kommt: Für die einen ister eine zwar uralte, aber kaum noch reinblütige Rasse aus Nordafrika, in die sich dann schon vorhandene oder kommende Rassen eingemischt haben. Für die anderen ist er der direkte Nachkomme jenes „Canis gallicus“ , den schon die Römer beschrieben, als sie die Iberische Halbinsel zu ihrer Provinz Hispana machten. Aus Gallicus , Galiko, Galgo, so sagt man, wurde dann der Urahn aller kurz oder rauhaarigen Windhunde.

Aber das Siedlungsgebiet der „Gallier“ der“Kelten“ zog sich von Galicia (Nordspanien) über Gallia (Frankreich) bis zu den Gälen (Schotten) und nach Galizien (Südpolen, Westukraine) undGalata in der Türkei. Diese Gallier-Kelten waren Bauern,Handwerker und Händler. Und wenn sie Fleisch auf dem Tisch haben wollten, dann zogen sie mit  ihren gallischen Hunden auf die Jagd.

Die Gallier Kelten wurden nach Westen an den Atlantik abgedrängt. Ihre schnellen, rosenohrigen Hunde blieben. Aus ihnen wurden die „Westlichen Windhunde“ in vielen regionalen Rassen. Und es blieb auch die alt-keltische Tradition, sich mithilfe dieser Hetzjäger einen Sonntagsbraten zu besorgen.

Doch dann wurden vor 100 Jahren britische Hunderennen auf festen Rennbahnen mit hohen Wetteinsätzen auch in spanien „Mode“. Doch der einheimische Quer-Feldein-Hasenjäger blieb dem grossen englischen Greyhound auf so kurzen Pisten immer unterlegen. Man kreuzte also Greyhound in die Galgos und verheizte diese unerbittlich auf der Rennbahn bis sich 1971 eine Gruppe zusammentat und aus den verbliebenen rasselosen Hunden eine neue Rasse gründete.