Der Pointer ist ein bekannter, typisch englischer Jagdhund, dessen Züchtung seit der Mitte des 17. Jahrhunderts vorangetrieben wurde. Über seinen Ursprung weiß man nichts Genaues, doch sind seine

Vorfahren wahrscheinlich auf der Iberischen Halbinsel zu suchen, etwa im spanischen Perro da Punta un in der Portuguiesischen Bracke. Beide wurden wahrscheinlich mit dem Foxhound, dem , und dem Bloodhound gekreuzt. Nach der englischen Klassifikation gehört der Pointer zur „sporting group“ und nicht so sehr zu den eigentlichen Jagdhunden, den „hunting dogs“, weil erdas Vorhandensein eines Beutetiers durch Vorstehen anzeigt und die geschossenen Tiere zurückbringt, während Jagdhunde im eigentlichen Sinne Beutetiere niederreisen und töten.

Die Engländer betrachten den Pointer als schwierig, für den Jäger mit geringer Erfahrung ist er nicht geeignet. Er ist ein reines Sporttier, das demjenigen Freude machen wird, der lange Spaziergänge und Kontakt mit der Natur liebt und der nicht nureinfach seinen Wildvorrat auffüllen will. Wegen seiner unzweifelhaften Schönheit, der Eleganz der Körperform und der harmonischen Bewegungen breitete sich der Pointer schnell ausserhalb seiner Heimat aus und ersetzte in einigen Fällen auch lokale Jagdhundrassen.

Der Pointer ist für seine ausserordentliche Fähigkeit bekannt, Spuren von Wildtieren zu folgen, besonders von Federwild. Sein Geruchssinn ist so fein, dass er auch durch andere durchdringende Gerüche oder grosse Hitze nicht gestört wird.

Sein Name steht mit der Gewohnheit im Zusammenhang, beim Aufspüren eines Wildes wie versteinert in einer Stellung stehen zu bleiben, die die Engländer point position nennen. Er steht dann mit gespannten Muskeln, vorgestrecktem Kopf, waagerecht ausgestrecktem Schwanz und abfallender Rückenlinie da. Er verhält sich dabei so ruhig, dass nur die Atmung und die lebhaften Augen zu erkennen geben, dass er noch lebt.

Der Pointer ist wendig, sehr schnell und ein ausdauernder Läufer, vor allem für die Jagd in der Ebene geeignet, wo er keinen Rivalen fürchten muss. Auch im Wald und Sumpf leistet er gute Arbeit, da er als fügsames und intelligentes Tier auch leicht abzurichten ist. Der Hauptunterschied zu den übrigen, verwandten Rassen liegt in der Kopfform Schädel flach und ziemlich breit, Stirnabsatz senkrecht und somit deutlich ausgeprägt. Obere Lefzen, weich und gut entwickelt. Ohren weich, hoch oben angesetzt, flach, zugespitzt, hängend und auf der ganzen Länge dem Kopf anliegend. Augen gross, hasselnussbraun, lebhaft, glänzend.

Wegen seiner kurzen Behaarung , treten die Körperformen in ihrer ganzen edlen Eleganz deutlich hervor.

Gewicht 20 bis 30 kg, Schulterhöhe 55 bis 62 cm beim Rüden, Hündin_ 54-60 cm, Farbe im allgemeinen Weiß mit schwarzen, braunen, gelben, leber- orange und zitronenfarbenen Flecken. auch einfarbig und dreifarbig.

Heimat: Großbritannien