Vorstehhund/Jagdhund

Die Vorstehhunde gehören zu jener Gruppe der Jagdhunde, die vor allen Dingen von ihrem fein entwickelten Geruchsinn Gebrauch machen.

Es handelt sich meist um mittelgroße, ziemlich schnelle Tiere mit leichtem, schlanken Körperbau und elegantgem Äußeren. Die Bezeichnung “Vorstehhund” bedeutet, dass diese Tiere in einer typischen Haltung stillstehen, wenn sie Wild aufgestöbert haben. Die Pointer und Setter recken den Kopf dabei in die Höhe, um die Duftspuren in der Luft besser erfassen zu können. Beide Rassengruppen sind vor allem für die Jagd auf Federwild geeignet.


Die typischen Merkmale des Vorstehhundes

Sowie der sichere Spurlaut ein unverzichtbar-typisches Merkmal der Stöberhunde und Bracken ist, so ist das Vorstehen gefundenen Niederwildes das typische Merkmal des Vorstehhundes.

Ist das erste ein akustisches Signal, so ist das Vorstehen ein optisches. Daraus folgert, dass das klassische Einsatzgebiet des Vorstehhundes die offene Feldflur ist, in der der Jäger seinen Vorstehhund beobachtet und sein eigenes Verhalten nach dem Benehmen des Hundes ausrichten kann. Das Vorstehen ist sicher ein erworbener Instinkt,er durch lange Zuchtauswahl auf eben diese Eigenschaft schließlich genetisch fixiert wurde.  Ein Vorstehhund wirkt elegant und edel.

Vorstehen bedeutet, dass der Hund in dem Moment, in dem er die Witterung sich vor ihm drückenden Niederwildes in die Nase bekommt, mehr oder weniger ruckartig verharrt. Die typische Pose des Vorstehens ist von Rasse zu Rasse recht verschieden, schon der Name „Setter“ deutet darauf hin, dass dieser Vorstehhund mehr sitzt als steht, wenn er in der für seine Rasse typischen Manier Wild markiert.

Ein Vorstehhund  „par exellence“ ist der  Pointer und die drei Setterschläge, die unter bewusstem Verzicht auf Vielseitigkeit in ihrem Mutterland ausschließlich auf feinste Nase und exzellente Vorstehmanieren gezüchtet wurden.


Pointer sind elegante und sehr vielseitige Vorstehhunde

Die deutschen Vorstehhunde, von Anbeginn an auf grössere Vielseitigkeit gezüchtet, wurden erst durch die Zufuhr vor allem von Pointerblut zu „konkurrenzfähigen“ Feldhunden.

Zu Beginn des letzten Jahrhunderts galt ein Vorstehhund nur etwas, wenn er massenhaft Pointerblut führte. Diesem Modetrend der zwanziger Jahre des letzten Jahrhunderts, fiel z.B. der alte dreifarbige Württemberger zu Opfer ,der neben dem Weimeraner wohl noch die reinste Form des altdeutschen Vorstehhundes darstellte. Aber er war eben „zu langsam“ – und konntge im Feld mit den „Pointerlingen“ nicht konkurrieren. So verschwand er von der kynologischen Bildfläche – wie etliche Brackenrasen auch.

Als man sich dann wieder den Tugenden der deutschen Vorstehhunde erinnerte, war es für den Würtemberger zu spät.

V o r s t e h h u n d e :   (Jagdhunde)

Pointer

Gordon Setter

Irischer Setter

Englischer Setter

Französischer Vorstehhund

Braque de Auvergne

Braque Ariegeois

Espagneul Breton

Epagneul Francais

Epagneul Picard

Epagneul de Pont Audemere

Korthals

Boulet

Spinone Italiano

Italienischer Vorstehhund

Kurzhaariger Deutscher Vorstehhund

Drahthaariger Deutscher Vorstehhund

Langhaariger Deutscher Vorstehhund

Weimeraner

Großer und Kleiner Münsterländer

Perdinguero de Burgos

Balearenlaufhund

Portugiesischer Vorstehhund

Kurzhaariger Ungarischer Vorstehhund

Tschechischer Vorstehhund

 

Weitere Informationen über Hunderassen – und deren Gruppenzugehörigkeit finden Sie auch auf diesen Seiten: