Der Deutsche Dachshund oder Teckel ist der klassische Erdhund.

Geschrieben von Nito am August 5th, 2012 in Jagdhunde Erdhunde

Der Deutsche Dachshund oder Teckel ist der klassische Erdhund. Wegen seiner geringen Größe und seines symphatischen Aussehens wird er vor allem als Begleithund geschätzt.

Wahrscheinlich handelt es sich um die kurzbeinige Form eines grossen Laufhundes, zum Beispiel des Jura-Laufhundes oder des Ardennen Laufhundes. Jedenfalls gehört er zu einer sehr alten Rasse, von der man genaue Beschreibungen schon aus dem 13. Jahrhundert kennt. Der Name Dachshund zeigt deutlich, was und wie dieser Hund jagt. Er ist imstande, Kleinwild wie Hasen, Kaninchen, Fasane, Rebhühner, Dachse und auch Füchse aufzustöbern, indem er in deren Erdlöcher und Zufluchtsorte oder in dichtestes Unterholz eindringt.

Er zeigt sich seinem Herrn sehr anhänglich, liebt es aber nicht, zu sehr gestört zu werden, und verträgt deswegen Kinder nicht immer.

Gewicht: normaler Schlag unter 9 kg, Zwergteckel 6 bis 7 kg, Kaninchenteckel 3 bis 4 kg, Schulterhöhe 20 bis 25 cm, Farbe: alle Farben zugelassen zum Beispiel, einfarbig Rot, Gelb, zweifarbig Schwarz, Grau oder Weiß mit rostfarbenen oder gelben Abzeichen, auch gestromt, getigerte und gefleckte Tiere.

Heimat: Deutschland.

Ob Teckel, Dachshund oder Dackel – die regional unterschiedlichen Bezeichnungen meinen alle denselben Hund: den aufgeweckten, treuen und unglaublich charmanten Schauspieler mit dem wohl schönsten und echtesten Dackelblick der Welt.

Er ist ein Medienstar wie keine andere Hunderasse . Von der neuen Sehnsucht nach „Waldi“ , einem neuen Trend und dem neuen Liebling der Szeneviertel in den Großstädten ist aktuell die Rede. Der Dackel ist wieder im Kommen, da sind sich die Medien einig. Als Symbol für bayerische Gemütlichkeit  erlebe er eine nie geahnte Renaissance.

Der Deutsche Teckelclub 1888 sieht das gelassen und wartet lieber die offiziellen Welpenzahlen ab. Denn gerade vor vier Jahren hieß es noch: „Der Dackel stirbt aus“ – eine dramatische Schlagzeile, gemacht von grossen , deutschen Tageszeitungen.

Seinen grössten Bekanntheitsgrad erreichte „Waldi“ über Bayern hinaus, als er anlässlich der Olympischen Spiele 1972 in München zum blau-orange-gelben Maskottchen gekürt wurde. Man hoffte, dass sich seine Widerstandsfähigkeit, seine Zähigkeit und Beweglichkeit auch auf die Athlethen übertragen möge.  Entsprechend viele Welpen wurden in jedem Jahr geboren: rund 28.000!.

Zahllose Prominente schmückten sich mit einem charmanten Krummbein an ihrer Seite. Bereits Kaiser Wilhelm II hielt Dackel, ebenso Napoleon. Bis heute scheint der Adel ihnen zugetan: Königin Margarete von Dänemark ist dem kleinen Jagdhund ebenso verfallen wie Prinzessin Caroline von Monaco.  Picasso lebte mit seinen Dackeln in inniger Beziehung. Schauspieler wie Ingrid Steger, Peter Sodann und Pierre Brice sind als bekennende Dackelfans und -besitzer bekannt. Auch John Wayne besass einen, Andy Warhol sogar zwei. Oasis Sänger Gallagher bekennt sich gern zu Dackel Dame Ruby.

Kurzbeinige Zwerghunde sind schon sehr früh aus der Geschichte bekannt. Die überlieferten Abbildungen sprechen aber nicht dafür, dass beispielsweise Jacques du Fouilloux Erdhunde oder Conrrad Gesners Lochhündlein viel mit dem späteren Dackel gemein hatten.

Der Dachshund des Mittelalters konnte sich nicht in die Neuzeit retten, allmählich schwand das Interesse an ihm. Es wurden nur noch wenige niederläufige Bodenhunde gezüchtet.  In das erste deutsche Hundestammbuch kamen aber immerhin schon 54 Dackel zur Eintragung.  Insbesondere Jäger aus Adelskreisen nahmen sich der Zucht des Dackels an.  Die 1879 aufgestellten Rassekennzeichen haben sich in ihren Grundzügenkaum verändert. 1995 besagte der Standard hinsichtlich der “ Krummbeine“ : Vorderarm sehr kurz, kräftig, mit auswärts gehender Biegung.  usw.  Heute ist , was die Beine betrifft, Gradlinigkeit erwünscht und auch im gültigen Standard verankert.

Rauhaardackel sind mit Abstand die beliebtesten Dachshunde, sie sind in etwa dreimal so häufig vertreten wie die beiden anderen Schläge.   Kurzhaardackel und Langhaardackel folgen auf der Beliebheitsskala.

Die grosse Beliebheit der Dackel oder Teckel in den letzten Jahren aber rührt nicht nur von seiner Eignung als Jagdgebrauchshund her. Dackel sind klein, flink und keck, sie sind aufgeweckt, treu und wesenstark, freundlich, temperamentvoll und eigensinnig. Und den berühmten Dackelblick kann ihnen kein anderer nachmachen.