Begleithunde u. Nutzhunde

 

Unter der Gruppe der Begleithunde und Nutzhunden werden einige der schönsten, intelligentesten und beliebtesten Hunderassen vorgestellt.  Das Besondere an diesen Rassen ist, dass sie im Zuge der Evolution nicht mehr ihren ursprünglichen Zwecken dienen konnten, sondern sich den neuen Gegebenheiten und Aufgaben anpassen mussten.

Der in unseren Breitengraden weniger bekannte Lhaso Apso gehört zu den ältesten Hunderassen. Er wurde von tibetischen Mönchen als Wachhund gezüchtet. Zugleich galt er auch als Glücksbringer für seinen Besitzer. Es heißt, daß beim Ableben des Halters dessen Seele in den Körper des Hundes schlüpft. Ganz andere Aufgaben hatte der Pudel zu erfüllen, dessen Geschichte sich bis ins Mittelalter zurückverfolgen lässt.


Ursprünglich wurde er bei der Jagd auf Wasserwild eingesetzt, wo er das Federwild beherzt aus jedem Gewässer apportierte.  Mit der Zeit wurden andere Rassen dafür entwickelt, so dass sich der Pudel zum Gesellschafts- und Begleithund wandelte. Seine Zwergform gehört zu den beliebtesten Schoßhunden.

Den temperamentvollen Dalmatiner wird man wohl eher aufgrund des Films “101 Dalmatiner” in guter Erinnerung behalten als wegen seiner früheren Tätigkeit. Im 19. Jahrhundert begleitete er Kutschen, um Wegelagerer abzuschrecken.

Weitere Begleithunde und Nutzhunde:

Der Chow Chow diente zunächst als Tempelwächter, bevor er den Adel in China auf die Jagd begleitete. Heute wird er in Asien nicht nur wegen seiner Anhänglichkeit und deer exotisch blauschwarzen Zunge geschätzt, sondern auch als Fleisch- und Fell-Lieferant.

Manche Namensgebungen sind etwas verwirrend. So gehören die Tibet-Terrier und die Tibet Spaniel nicht zur Gruppe der Spaniels und sind somit keine Jagdhunde.   Die Aufgabe dieser Hunde war die, sich von den Mönchen tragen zu lassen.   Die buddhistischen Mönche züchteten natürlich keine Hunde für die Jagd.   Sobald es den Mönchen kalt wurde, schoben sie den kleinen Hund unter die Mönchskutte, um sich von innen wärmen zu lassen.   Selbst hier war es im Mittelalter durchaus üblich, die kleinen Hunde mit zur Kirche zu nehmen, um sie als Fußwärmer zu benutzen.   (Aus dieser Zeit resultiert möglicherweise noch der Zusatz: Begleithund)

Heute ist man dazu übergegangen, viele Hunderassen miteinander zu kreuzen. Besonders häufig findet man dies bei kleineren Hunderassen. Kreuzungen zwischen Pudel und Cockerspaniel oder zwischen Pekinesen und Pudel sind sogar mittlerweile anerkannte Hunderassen.  Die Kreuzung zwischen Labrador und Pudel ergab den Labradudel.


Viele potentielle Hundebesitzer wollen sich gerne einen Begleithund zulegen.

Dass Begleithunde auch meistens Nutzhunde sind, ist erstmal nicht wirklich bekannt.   Begleithunde haben den Ruf, pflegeleicht und menschenbezogen zu sein.   Das trifft bei Begleithunden in der Regel auch durchaus zu.

So individuell ihre Eigenschaften, ihre Merkmale und ihr historischer Hintergrund sind, so unterschiedlich ist auch ihre Eignung als Haus- und Familienhunde. Allerdings verbinden sie einige hervorstechende Charakteristika: Sie sind anhängliche, freundliche, intelligente und lebhafte Wesen.   Dem Ruf nach, eben …. Begleithunde!

 

 

Zu den Begleithunden zählen folgende Rassen:

 

Weitere Informationen über Hundrassen erhalten Sie auf diesen Seiten:

Interessante Bücher – Hunderassen