Hundekommandos: Sitz oder Platz, Befehl: Zu mir, oder „Hier“ ,

Geschrieben von Nito am August 1st, 2012 in Hundeerziehung

Hundeerziehung  und Kommandos beibringen, das ist garnicht so einfach.  Es gibt ein paar Kniffe und Tipps und Tricks, um es Ihnen und Ihrem vierbeinigen Freund einigermassen leicht zu machen.   Sitz oder Platz sind Befehle, die ein Hund möglichst befolgen sollte.   Auch ein gerufenes „Hier“ sollte nachhaltig Wirkung zeigen.Manche Hunde setzen sich leichter, andere lassen sich lieber auf den Bauch plumpsen. Wählen Sie das Kommando, das Ihrer am liebsten erfüllt, und fodern Sie es immer wieder ein. Anfangs wird es belohnt, später als selbstvertständlich vorausgesetzt und höchstens mit einem „Fein, brav, prima“ kommentiert.    Hier die gebräuchlisten Kommandos für Hunde:

Warum?

Das „Sitz“ oder „Platz“ bringt nervöse Hunde zur Ruhe, ist beruhigend im Restaurant oder im Auto und in unzähligen Situationen des Alltags.

Beispiel

Ihr Handy klingelt beim Spaziergang, Sie müsses es mühsam aus einer Tasche fummeln. Auf Ihr „Sitz“ oder „Platz“ wartet der Hund brav, bis Sie fertig mit Ihrem Telefonat sind und es weitergeht.   Wenn Ihr Hund auf dieses Kommando hört, ist schon viel erreicht‘!

Das Training von Kommandos:

Bewährt hat sich das „Auf den Hund zugehen“ und den Arm zu heben, sodass er auf diesen schaut. Dabei setzt er sichautomatisch , und Sie untermauern das mit Ihrem „Sitz“. Aus dem „Sitz“ können Sie den Hund mit gebalter Hand, die Sie vor ihm platzieren  (Schau her, was ich hier habe), in die Platz Position lotsen und ihn dabei mit „Platz“ bestätigen.

Zu „miiiir“  oder  „Hiiiier“

Auf dieses langgezogene (nicht befehlsmässig bebrüllte sondern lockend gerufene) Wort soll der Hund, egal wo er ist und was er tut, zu Ihnen rennen (nicht schlendern und keinerlei Umwege machen).

Warum soll ich meinem Hund diese Kommandos beibringen?

Weil nichts entspannender ist als ein zuverlässig abzurufender Hund, der alles liegen und stehen lässt, wenn er diesen Ruf hört.

Beispiel

Ihr Hund spielt mit anderen wild auf einer Wiese, an deren Rand urplötzlich ein Reh auftaucht. Auf Ihren Ruf  löst er sich aus dem Hundeknäuel, und saust zu Ihnen – und die Gefahr ist gebannt.

Das Training.   Hunderziehung leicht gemacht.   So trainieren Sie Kommandos.

Suchen Sie als erstes ein Spielzeug oder eine Belohnung, die der Hund sonst nie bekommt. Wiener Würstchen, ein Zerrstrick, ein besonderer Ball, Käsestückchen…. Das Lockmittel muss etwas Besonderes sein. Üben Sie erst in der Wohnung oder Garten. Zeigen Sie ihm das Superteil, säuseln Sie den Ruf ganz leise und stecken ihm die Belohnung zu.  Lassen Sie ihn dann laufen, bleiben selbst stehen oder setzen sich und rufen ihn dann irgendwann wieder mit viel Verheißung in der Stimme. Kommt er, kriegt er sein Superteil. Draußen unterstreichen Sie die Einladung noch, indem Sie in die Knie gehen und die Arme ausbreiten, also signalisieren: Komm in meine Arme,  hier ist das Paradies.  Und jedes Mal gibt es das erhoffte Superleckerchen.

Übern Sie das immer wieder, in den unterschiedlichsten Situationen und immer mit der einladenden Stimme. Machen Sie nie den Fehler, streng und barsch „Hier“ zu befehlen. Es dauert nicht lange, und das „Komm sofort zu mir“ – Signal löst im Hund den unwiderstehlichen Folgedrang aus. Natürlich muss er immer auch belohnt werden. Also nicht zu oft und in zu kurzen Abständen diesen Sonderruf ertönen lasen, sonst nutzt er sich ab.

Ein kleiner Knigge für Hundehalter

Mit Rücksicht kommt man weiter und verbesert das Image aller Hundehalter bei hren Gegnern. Deshalb:

  • Entsorgen Sie die Hinterlassenschaften Ihre Hundes immer,auch wenn niemand zuschaut
  • Unterbinden Sie das Anspringen fremder Personen durch Ihren Hund
  • Holen Sie den Hund an Ihre Seite, wenn Ihnen Jogger, Walker oder Radfahrer entgegenkommen
  • Leinen Sie Ihren Hund an , wenn ein unbekannter Hund sich nähert
  • Holen Sie Ihren Hund an die von entgegenkommenden Passanten abgewandte Seite, sodass er diese nicht direkt kontaktiert
  • Lassen Sie den Hund nicht immer und überall bellen, vor allem nicht zu den üblichen Ruhezeiten. Beruhigen Sie ihn oder lenken Sie ihn ab
  • Behalten Sie Ihren frei laufenden Hund immer im Blick
  • Umgehen Sie Kinderspielplätze weiträumig

Knigge für NICHT-Hundehalter

  • Wenn Sie sich als Radfahrer, Jogger oder Walker einem Hund von hinten nähern, machen Sie mit einem Räuspern oder anderem Geräusch auf sich aufmerksam, damit Hund und Herr nicht zu Tode erschrecken
  • Wenn einHund-Mensch-Team Sie vorbildlich passieren lässt, bedanken Sie sich
  • Wenn ein frei laufender Hund sich Ihnen nähert, bleiben Sie ruhig stehen und sehen den Hund nicht an
  • Rennen und radeln Sie nicht mit ihm um die Wette
  • Erlauben Sie Ihren Kindern nicht, sich auf jeden süßen Welpen zu stürzen, um ihn zu knuddeln
  • Wenn Ihnenetwas an einem Hund Mensch-Team unangenehm auffällt ,reden Sie ruhig mit dem Menschen und sagen, was Ihnen nicht gefällt. Auch Hundehalter sind nur Menschen, denen manchmal gar nicht klar ist, woran sich andere stören.