Blinde Hunde. Der blinde Hund . Wie erziehe ich einen blinden Hund ? Der Umgang mit blindem Hund

Geschrieben von Nito am August 5th, 2012 in Hundeerziehung

Blinde Hunde. Mit einem blinden Hund erarbeitet man sich die Aufmerksamkeit mit Hilfe der Sprache. Der Hund muss akustisch verstehen lernen, was der Mensch von ihm will. Dabei ist darauf zu achten, dass man die Worte mit Bedacht wählt und sie sich im Wortlaut voneinander unterscheiden. Ein gutes Beispiel sind die Kommandos „Sitz“ und „Platz“. Da beide auf „tz“ enden, ist es für einen blinden Hund schwer, sie auseinander zu halten. Anstelle von „Platz“ kann man „Down“ benutzen oder aber die Wörter unterschiedlich betonen. Beim Training mit einem blinden Hund benötigt man viel Einfühlungsvermögen, Geduld und Konsequenz. Eine geeignete Hilfe zum Erlernen neuer Aufgaben ist der Clicker. Im Hundesport ist dem blinden Hund kaum eine Grenze gesetzt und auch alltägliche Beschäftigungen wie Ballspielen oder Schwimmen sind absolut machbar. Im Alltag muss ein blinder Hund klar artikulierende Kommandos wie „Vorsicht“, „Halt“ und „Hier“ beherrschen. Der Weg zum Erlernen eines Ziels ist zwar ein längerer als bei einem sehenden Hund, aber es lohnt sich allemal ihn zu gehen.

Viele Hundebesitzer, die einen Hund mit Handicap besitzen, bestätigen immer wieder, dass es wirklich nur eine Frage der Gewohnheit sei, sich mit einem blinden oder sonst irgendwie gehandicapten Hund zu arrangieren.   Hunde haben perfekt ausgeprägte Instinkte. Sie lernen ganz schnell mit Ihrem Handicap oder einem Gebrechen zu leben und damit umzugehen.

Wir Menchen sollten einach die Angst davor verlieren.   Eine Bekannte von mir hat ein 14 -jähriges Hündchen, eine kleine Ratonera.  Mittlerweile sieht Tessi wohl kaum noch was.  An ihren Äugelchen ist zu erkennen, dass ihre Sehkraft immer mehr nachlässt.  Das beeinflusst die Kleine aber in keinster Weise.  Sie läuft fröhlich mit dem Rudel mit.  Sie entfernt sich nicht mehr weit von ihrer Besitzerin.  Früher war das anders.  Tessi war eine kleine Wilde, die gerne ihrer eigenen Wege ging. Aber immr wieder brav nachhause lief.   Das ist heute anders.  Sie weicht ihrem Frauchen nicht mehr weit von der Seite.  Blinde Hunde sind geschickt und setzen ihre anderen Sinnesorgane gezielter ein.

Dennoch hat sie ungebrochene Lebensfreude und hat sich mit ihrem kleinen „Gebrechen “ arrangiert.

Hunde arbeiten ja auch sehr stark mit ihrem immens gut ausgeprägten Geruchsinn.  Keine Sorge, die Hunde kommen mit ihrem Blind sein, besser klar, als wir es uns vorstellen können.  Also keine Sorge.   Sie und Ihr Vierbeiner machen das schon !