Wieviel Beschäftigung braucht mein Hund?

Wie und womit beschäftige ich meinen Hund am besten ?  Eine häufig gestellte Frage.  Nicht jeder hat das Glück, so nah am Meer zu wohnen, wie ich das Vergnügen habe.  Nicht nur mich, auch meine Hunde macht dieser Umstand glücklich.   Wenn ich täglich zwei Stunde mit ihnen „auf der Piste “ war, dann ist meine Meute glücklich. Viel mehr Bewegung brauchen sie dann nicht mehr.

Die Beschäftigung des Hundes sollte so gestaltet sein, dass alle Sinne des  Tieres geweckt werden.  Meine Hunde können schwimmen, über die Dünen hetzen, indem sie vermeintlich auf Vogeljagd sind, mit anderen Hunden spielen, rumtollen.   Sie können sich im Sand verlustieren. Sie schnuppern und erkunden das Terrain.   Wenn ich dann noch Stöckchen werfe oder die vom Meer angeschwemmten Seegras-Bälle werfe, dann ist ihr Tag in Ordnung und es war ein schöner Tag.

Wenn sich nun , wie für viele Hundehalter, das bespassen mit Bällchen werfen in der Wohnung oder das Hetzen von Nachbars Katze,  reduziert, so kann es sein, dass sich ihr vierbeiniger Freund nicht wirklich ausgelastet fühlt.   Dann bedarf es ihrer individuellen Kreativität, Ihren Hund so auszulasten, dass er sich artgerecht gehalten fühlt und rundum zufrieden ist.

Beschäftigen Sie sich intensiv und nachhaltig mit Ihrem Hund

Natürlich lässt es sich auch in der Wohnungm im Haus oder im Garten trefflich arrangieren, dass sich ihr Hund gut fühlt.   Sie können ihm Aufgaben stellen, die er ohne Ihren Einsatz lösen muss.  Eine Übung kann beispielsweise so aussehen, dass Sie Spielzeug oder Leckerchen in einen Baum hängen und er das eine oder andere finden und holen muss.   Auch in der Wohnung lassen sich ganz hervorragend Dinge verstecken, die gesucht werden sollen. Versteckspiele mit Herrchen und Frauchen sind ebenso angesagt, wie Geruchsunterscheidungvon Gegenständen, nach dem Motto: finde meine Socke.

Aber auch die Zeitung ins Haus oder den Korb zum Bäcker zu tragen, macht viel Spaß.  Der abwechslungsreiche Spaziergang auf dem Trimm-Dich-Pfad lädt zu Balanceübungen ein, das Klettern über und unter Hindernissen fördert Körper und Geist.   Hundeschulen bieten mittlerweile eine Vielzahl von Beschäftigungsmöglichkeiten an, wie Spiel- und Spaßgruppen, Bewegungs- und Clicker Training.  Alle Übungen können zu Hause ausgeführt werden und im besten Fall wird die eigene Fantasie so angeregt, dass neue Varianten erfunden werden.

Aber wie oft am Tag soll der Hund beschäftigt werden und fehlt dem Tier etwas, wenn es nicht regelmäßig arbeiten kann?  Da gibt es keine Formel, man kann nur den eigenen Hund genau beobachten.  Grundsätzlich sollte die Beschäftigung an seine körperlichen Möglichkeiten angepasst sein. Nicht jeder Hund mag permanent Bällchen hinterherjagen, nicht jeder apportiert gerne und mach einer findet auch konzentriertes schnüffeln eher unspannend.

Erkennen Sie die Fähigkeiten ihres vierbeinigen Kumpels.

Allzu großer Ehrgeiz kann schnell das Gegenteil bewirken und aus Freude wird Zwang. Der zeitliche Aufwand sollte demnach ebenfalls den Gegebenheiten angepasst sein, das heßt, dass unter Zeitdruck niemals geübt wird und wenn der Kopf noch im Büro ist, dann ist arbeiten ebenfalls tabu . Wenn es halt nur zweimal pro Woche stressfrei geht, dann ist es eben so. Ein Hund „liest“ in Ihnen wie in einem Buch, und er wird nur gut mitarbeiten, wenn auch Sie bereit sind ,sich  voll und ganz auf die Beschäftigung einzulassen. Setzen Sie sich also nicht unter Druck, denn dann sind Sie unkonzentriert und Ihr Hund wird sich auch nicht richtig begeistern lassen. Vielleicht legen Sie einfach bestimmte Übungszeiten fest und versuchen, diese auch einzuhalten.

Ein glücklicher und ausgeglichener Hund braucht  ebenfalls Schmusestunden und Kuscheleinheiten, die zum Erhalt seiner körperlichen und geistigen Gesundheit unbedingt erforderlich sind.  Eine schönere  und gemeinsame Betätigung  als die liebevolle Zuwendung und das stille Miteinander gibt es kaum.  Alles hat seine Zeit, eine Zeit für Aktivität und eine Zeit für ruhiges, entspanntes Zusammensein.

Man muss den Hund beschäftigen.  Gerade Hunde, die alleine leben, vereinsamen und leiden darunter.  Es liegt an uns Menschen, den Hund sinnvoll zu beschäftigen.    Wenn Hunde mit mehreren zusammenleben, nehmen sie uns viel Arbeit , aber auch Freude weg, indem sie sich untereinander bespassen, bespielen und beschäftigen.