SAM – Hundegeschichten. Rettung eines Podenco. SAM – mein Hund

Geschrieben von Nito am August 30th, 2012 in Jagdhunde

Ein Jahr lang ging mir Sam nicht mehr aus dem Kopf.  Ich hatte Sam, den Podenco  Rüden im Tierheim Gandia kennen – und lieben gelernt, als ich Sina, ein Pointer Mädchen von dort holte und es in mein vorhandes Rudel integrierte.  Jetzt , nach einem Jahr, musste ich meinem Herzen folgen.  Ich holte Sam ebenfalls aus dem Tierheim.  Risiko!

Mein Heim teile ich bereits mit 7 Hunden. Wird sich der achte Hund einfach integrieren lassen?  Wird es Probleme geben?  Ich hoffte natürlich, dass all das negative, was anzudenken und zu überdenken war, nicht eintreten würde, aber man kann es ja im vorhinein nicht wissen.Als ich Sam in der Tierarztpraxis in Empfang nahm, frisch gechipt und auf Mittelmeerkrankheiten überprüft, fand ich einen hypernervösen, zappelnden, zerrenden, unruhigen Hund vor, der bis auf die Knochen abgemagert war.  Er wurde wohl seit Wochen von übelsten Durchfällen gequält und war ein einem schlimmen Zustand.

Mein Mitleid war überboardend.  Sam erkannte mich sofort wieder.  Jedenfalls waren alle , ich insbesondere, davon überzeugt.  Ich hatte ein wenig Angst vor der anstehenden Autofahrt, wie sich zeigte, völlig zu unrecht.

Nach zwei Minuten legte er sich auf seinen Platz, behielt mich im Visier und war ganz ruhig. Er wartete auf die Dinge, die noch folgenden sollten. Ich im Übrigen auch ….   Zuhause angekommen, ging ich todesmutig mit ihm in die „Arena“. Will heißen, betrat mein Grundstück mit ihm an der Leine, wissend, dass jetzt 7 Hunde ein wenig erstaunt sein dürften.

‚Waren sie auch!  ABER, jetzt beginnt die Geschichte schon wirklich schön zu werden, sie beschnuppterten sich, argwöhnten ein bißchen, dann liesen sie ihn durch den Garten  ziehen.  Ein wenig Geknurre hier, ein dezentes Bellen dort, ein wenig beschnuppern und Irritation, dann durfte er das Haus betreten!

Nachdem Sam 4 Jahre lang im Tierheim im Zwinger verbracht hatte, war ich nicht so sicher, ob er wirklich stubenrein ist.  Ich kann nur sagen, warum auch immer, er hatte sofort verstanden, dass es im Garten ein Plätzchen für alle Hunde gibt, das als „Hundeclo“ zur Verfügung steht und dieses Terrain nutzte er weidlich.  Auch über Nacht ohne mein Zutun – wie ich am nächsten Morgen unschwer feststellen konnte.

Er brauchte Tabletten – gegen den dramatischen Durchfall und vor allen Dingen brauchte er Fressen!  Reis, Möhren, Hühnchen, als Nachtisch Hüttenkäse mit Banane!  Fressen ist immer noch seine Lieblingsbeschäftigung, gefolgt von langen Schlafphasen.   Einen Tag blieb ich mit allen Hunden zuhause und verzichtete auf einen Strandspazierung. Er sollte sich in Ruhe gewöhnen und integrieren können.

Am zweiten Tag wagte ich mich mit allen an den Strand. Mittlerweile hörte er auf seinen Namen!!!  Kam sofort, wenn ich ihn rief. Natürlich wurde das Kommen sofort mit einem Frolic belohnt. Diese Methode greift eigentlich immer. Ich kann sie nur empfehlen.

Sam ist ruhig, verschmust, verspielt, sanft wie ein Lämchen und ein total ruhiger Hund, wenn er zuhause ist.  Am Strand erschnuppert und erkundet er natürlich alles.  Alles ist neu für ihn, aufregend und was ganz besonderes.

Ich könnte noch sehr viele schöne Dinge an dieser Stelle berichten, ich werde es in Etappen auch weiterhin tun.  Ich werde in Abständen weitere „Nachrichten“ von SAM weitergeben.

Sam und ich sind auf jeden Fall ein gutes Team – meine restlichen sieben Hunde und er mittlerweile ebenfalls.  Ist das nicht wunderschön ?!

Alle sind glücklich und zufrieden.

Fortsetzung folgt!

Weitere Informationen zum Thema , finden Sie auch auf diesen Seiten:    Jagdhunde und Windhunde