Ein Hund – eine Hündin – aus dem Tierheim ? JA …..

Geschrieben von Nito am März 22nd, 2010 in Jagdhunde

Das ist Sina – mein Pointer-Mädchen aus dem Tierheim in Gandia!  Jetzt ist sie schon fast drei Wochen Mitglied meiner Familie und integriertes Rudelmitglied!  Sie ist ein wundervolles Hundemädchen. Wie es dazu kam, dass ich mir freiwillig einen siebten Hund ins Haus holte …….Eine Freundin schickte mir Fotos aus dem Tierheim in Gandia – SPAMA – gezielte Fotos – versteht sich. Alle von Pointern, die in erbärmlichem Zustand waren.  Mein Favorit, unter den geschundenen Vieren, die mir zur Auswahl standen, war ein Pointer – Weiß-Naranja – Er sah fast aus wie mein vor knapp zwei Jahren verstorbener Sino. Dieses Foto öffnete mein Herz und blendete meinen Verstand aus. Für mich stand fest: ich muss einen dieser armen Pointer retten.

Samstags fuhren Katrin und ich in besagtes Tierheim, in dem ca. 500 Hunde !!!! in Zwingern klagen und weinen – und auf einen Menschen hoffen. Mein weißer Pointer hatte zwei Tage  zuvor tatsächlich einen Menschen gefunden! Ich freute mich unsäglich darüber.  Jetzt waren noch Sina und SAM diejenigen, welche ich mir unbedingt von Angesicht zu Angesicht ansehen wollte.

Gesagt, getan.  Sam  und ich – es war Liebe auf den ersten Blick, Sam  hing auf meinen Schoss und schlang mir die Beinchen um den Hals. Er war abgemagert und dünn, sein Foto werde ich noch separat unter den Vermittlungen publizieren, aber er war psychisch noch einigermassen stabil – ganz im Gegensatz zu Sina.

Bei dem Pointer Mädchen, die schon seit 5 Jahren im Tierheim dahinvergetierte, hatte man den Eindruck, sie hatte mich sich dem Leben und der Welt abgeschlossen. Sie wollte einfach nicht mehr. Sie war apathisch und desinteressiert. Sie konnte kaum laufen und war rappeldünn. Ein Bild des Jammers und des Mitleids. Dass sie entsetzlich roch – war nur eine sekundäre Begleiterscheinung.

Mein Herz signalisierte mir ganz klar: ihr geht es so schlecht – sie werde ich mitnehmen.

Dass sie ein Zwingerhund war, dessen war ich mir schon bewusst, allerdings nicht über die damit verbundenen Konsequenzen. Natürlich war sie nicht von der ersten Sekunde an stubenrein. Na – wie auch ???  Aber sie ist so klug !   Nach einem „Versehen“, dieses dicke Versehen landete leider auf meinem neuen Teppich und drei Pfützchen, die aber glücklicherweise auf die Fliesen platziert wurden, hatte sie begriffen, dass die Wohnung kein Hundeclo ist.  Ich ging alle zwei Stunden mit ihr in den Garten, zeigte ihr die Stellen, die als Hundetoilette dienten und – sie begriff !  Nach drei Tagen hörte sie auf Ihren Namen, machte Sitz und folgte mir auf den Fuss.

Ich brauche keine Leine – sie ist mein Schatten. Mittlerweile leckt sie mir die Hand und kuschelt auf dem Sofa. Ihre drei Bettchen, eines im Schlafzimmer, eines im Wohnzimmer, das andere im Büro, hat sie sofort für sich okkupiert. Die anderen 6 akzeptieren das auch ohne wenn und aber.  Die ganze fröhliche Meute hat sie längst als Familienmitglied integriert.  Ich hatte noch nie einen so pflegeleichten und braven Hund !

Ich kann nur empfehlen: holen Sie sich einen Hund aus dem

Tierheim!  Sie oder Er wird es Ihnen ein Leben lang danken.

Attila und Sina im Tierheim

Attila und Sina im Tierheim