Hunde alleine lassen – Hund allein zu Haus – mein Hund will nicht alleine bleiben!

Geschrieben von Nito am August 1st, 2012 in Hunde alleine lassen

Hundehalter, die ihren Vierbeiner nicht alleine zu Hause lassen können, haben sich bestimmt schon gefragt: Warum klappt das Alleinbleiben bei anderen Hunden, nicht aber bei meinem? Er bellt ununterbrochen, verwüstet die Einrichtung oder pinkelt in die Wohnung.  Dass dies kein Einzelfall ist, zeigen die vielen Hunde, die jedes jahr aus eben diesen Gründen an Tierheime abgegeben werden. Trennungsängste sind aber nicht nur eine Frage der Erziehung und Gewöhnung, sondern hängen auch vom individuellen Charakter des Hundes ab.

Forschungsergebnisse ergaben, dass eine pessimistische Lebenseinstellung , die Hunde an den Tag legen, dem Alleinsein nicht förderlich ist. Diese Hunde, die zu Ängsten neigen, bleiben oft nicht gerne alleine zu Hause.  Optimisten dagegen, sind wesentlich gelassener.

Optimisten und Pessimisten also auch unter Hunden? Ist das nicht eine zu menschliche Sichtweise?  Britische Forscher haben 24 Hunde getestet. Es handelte sich allesamt um Hunde, die kürzlich in ein Tierheim gekommen waren. Jeder Hund wurde getestet, ob er unter Trennungsängsten leidet: Dazu kamen sie einzeln in einen isolierten Raum, in dem sich einer der Wissenschaftler 20 Minuten mit dem Hund beschäftigte. Am nächssten Tag wiederholte sich der Vorgang, nur dass nun der Mensch nach kurzer Zeit aus dem Raum ging und den Hund für fünf Minuten alleine ließ.

Per Video registrierten die Forscher nun auffälliges Verhalten wie zum Beispiel Bellen, Auf das Mobiliar Springen, an der Tür kratzen oder Ähnliches.  So bekamen sie einen Einblick darüber, welcher Hund ein Problem mit dem Alleinsein hatte.

In einem zweiten Versuchsteil überprüften die Forscher, wie die Hunde Entscheidungen trafen. Dazu platzierten sie einen gefüllten Futternapf immer an derselben Stelle des Raumes – die Positiv-Postion. Und einen leeren Napf immer an eine feste andere Stelle – die Negativ-Position. Die Hunde lernten mit der Zeit, wo sie immer mit etwas Fressbarem zu rechnen hatten und wo nicht. Gerade dann stellten die Studienbetreuer den Napf aber genau zwischen die Negativ- und die Positiv-Postion und beobachteten, wie die Hunde in dieser für sie zweifelhaften Situation reagieren würden.

Hunde, die zügig und freudig auf diesen Napf zuliefen, schätzten die Forscher als Optimisten ein, da sie anscheinden leckeres Futter im Napf erwarteten. Hunde, deren Körpersprache darauf hindeutete, dass sie keine Leckereien erwarteten, wurden als Pessimisten eingestuft.

Bei der Analayse der Daten aus beiden Versuchen entdeckten die Wissenschaftler folgenden Zusammenhang: Jene Hunde, die sich in eher pessmistischer Eisntellung dem Futternapf näherten, zeigtgen auch im ersten Test vermehrt auffälliges Verhalten, das auf Trennungsängste zurückzuführen war. Die Optimisten unter den Hunden zeigten sich hingegen nur selten verängstigt, wenn sie alleine waren.

Es ist sehr schön zu beobachten, dass die Forschung immer mehr Einblicke in die Psyche und die Emotionen unserer Hunde erlauben wird. Vielleicht lernen wir unsere Haustiere besser zu verstehen und können somit besser auf ihre Bedürfnisse eingehen.