Regeln festsetzen – Konsequenz bei der Erziehung des Hundes
Das Verhalten des Hundes wird durch uns, den Halter geprägt. Konsequent zu sein, ist wahrlich nicht immer einfach. Ich kann ein Lied davon singen. Konsequenz in der Hundehaltung heisst konkret:Einmal beschlossene Regeln gelten ohne Ausnahme. Was erlaubt ist, ist immer erlaubt. Was verboten ist, ist immer verboten, und dieses Verbot wird auch stets durchgesetzt.
Das ist aber nicht etwa deswegen nötig, weil der Hund immer wieder versucht, seinen Willen durchzusetzen, obwohl er genau weiß was er soll. Sondern es ist umgekehrt: Wenn immer wieder Ausnahmen gemacht werden, hat der Hund keine Chance, die Regeln zu begreifen. Folglich verletzt er sie “unfreiwillig” – immer wieder.
Den dadurch erzeugten Ärger wurde er liebend gerne vermeiden, wenn er nur wüsste, wie. Daher ist es genau gesehen, keine Nettigkeit, sondern eine Gemeinheit dem Hund gegenüber, ihm “ausnahmsweise das Anspringen oder “Auf dem Sofa Kuscheln” zu erlauben, nur weil uns Menschen gerade danach ist oder weil wir zu träge sind, die von uns selbst aufgestellten Regeln einzuhalten.
Der Hund kann mit heute darf ich, morgen darf ich nicht, nichts anfangen. Er hält uns für unberechenbar und wir haben die Konsequenzen dann schlußendlich selbst zu tragen. Ich weiss sehr gut, wie schwer das fällt. Nicht, dass ich der Prototyp des Konsequenzlers wäre, leider nicht. Ich muss mich oft dazu zwingen, wirklich bei einem “nein” zu bleiben. Aber der Erfolg belohnt mich und ich belohne dafür meine Hunde


