Hörzeichen und Sichtzeichen bei der Hundeerziehung einsetzen

Geschrieben von Nito am Juli 28th, 2014 in Erziehung

Für den Hund wichtige Schlüsselworte (Hörzeichen) und Gesten (Sichtzeichen) werden in immer gleicher Weise gegeben und kündigen immer dasselbe Verhalten des Menschen an.  „Sitz“ ist für Ihren Hund etwas völlig anderes als „Setz dich schön“. Und ein „hier“ klingt mit heller Stimme ganz anders als im Kommandoton. Wenn Sie bestimmte eigene Handlungen mit immer denselben Worten oder Gesten ankündigen, z.B. jeweils vor dem Auto fahren „Auto“ sagen oder beim Spaziergang an Wegkreuzungen bevor Sie abbiegen stets in die Richtung zeigen, in der Sie gehen wollen, bekommen Sie mit der Zeit einen richtig klugen Hund mit einem grossen „Wortschatz“.

Natürlich müssen Sie das, was Sie angekündigt haben, dann auch tun. Wer den Hund z.B. nach einem NEIN hin und wieder in seinem Tun fortfahren lässt, kann nicht erwarten, dass der Hund wirklich gut auf das „Nein“ reagiert. Denn mal heisst „Nein“ „Sofort aufhören“ und mal „Du kannst ruhig weitermachen“.

Auch hier ist wieder unsere Konsequenz gefragt.  Wenn Ihr Hund perfekt auf eine Anweisung reagiert, belohnen Sie ihn! Geben Sie ihm ein Leckerchen. Belohnen Sie ihn aber nicht für schlampige Ausführungen, auch das merkt er sich. Respektive, auch damit verwirren Sie ihn.  Was heute gut war, kann morgen nicht schlecht sein.

Hunde sind klug – sie reagieren auf Hörzeichen und Sichtzeichen

Einer meiner Hunde liebt Jogger.  Na ja, liebt – er umrundet sie und kläfft.  Das mag wahrlich nicht jeder, der am Meer und am Strand entlang seine Runde drehen will.   Ihm das abzugewönen, ist wirklich keine leichte Aufgabe.   Ich rufe ihn – und ich gebe ihm ein Leckerchen.   Sage zu ihm „braver Hund“.   Er macht sitzt und er lässt sich konditionieren.  Der Jogger ist dann längst weiter gelaufen.  Ob das die pädagogische Lösung des Problems ist, vermag ich nicht zu beurteilen.  Aber – es funktioniert.

Was mich auch begeistert.  Sem reichte mir irgendwann seine Pfote.   Wenn ich sage „Pfötchen“, reicht er mir seine Pfote. Er wird geleobt und er wusste, nach kurzer Zeit, dass er dem Kommando gut folgt.   Wenn er seinen Kopf auf mein Knie legt – ich ihm sage , „komm“   oder Hoppi  und ich auf das Sofa zeige, springt er hoch und findet es großartig. Er legt sich sofort hin und zeigt mir seinen Bauch.  Ein großer Vertrauensbeweiß.  Er fühlt sich wohl und ist glücklich.   Das sind nur ganz kleine Ansätze.  Dessen bin ich mir bewusst. Es zeigt aber, ein Hund will lernen und will gerne auf Sicht- oder Hörzeichen Kommandos ausführen.