Handütterung – ein Geheimtipp: Mensch-Hund-Beziehung

Geschrieben von Nito am November 23rd, 2009 in Ernährung

Die Handfütterung, strategisch richtig eingesetzt, hilft die Mensch-Hund-Beziehung wirksam zu verbessern.  Über die optimale Zusammensetzung der Nahrung für Hunde gibt es viele unterschiedliche Meinungen, die alle für sich in Anspruch nehmen, richtig zu sein. Die Fertigfuttermittel-Industrie beteuert, in Punkto Qualität und Ausgewogenheit an Proteinen, Fetten, Mineral- und Vitaminstoffen unerreicht zu sein. Ihre Gegner kritisieren bei Fertigfutter unter anderem die benannten oder auch die nicht deklarierten Zusatzstoffe aus chemischer Herkunft. Rohkost- und insbesondere Rohfleisch-Fütterer beschwören die angeblich aus dem Fleisch resultierende natürliche „Lebenskraft“ , während die Gegnerschaft jeden vermeintlichen ernährungspsychologischen Vorteil strikt dementiert.

Exoten in Sachen Fütterung, wie beispielsweise Promi und Ex Beatle Paul McCartney, glauben ganz fest an die gesundheitlichen Vorzüge einer rein vegetarischen Ernährung für den Hund und werden deshalb von empörten Gegnern sogar als ‚Tierquäler bezeichnet.

In einer Sache scheinen sich die meisten Hundebesitzer einig zu sein: Die Fütterung sollte in Ruhe zu Hause und auch noch regelmässig geschehen. Vor allem für viele Besitzer grosser Hunde spielt die Sorge, der Hund könnte eine Magendrehung erleiden, bei der Fütterungsplanung eine Rolle.

Nach eigener Erfahrung bezieht sich die regelmässige Fütterung bei erwachsenen Hunden auf eine Mahlzeit bis drei Mahlzeiten pro Tag. Favorisiert scheint derzeit die zweimalige Fütterung, früh und abends. Diese Fütterungspraxis löst immer mehr die traditionelle Einmal-Fütterung der vergangenen Jahre beziehungsweise Jahrzehnte ab.

Wie anfangs bereits erwähnt, ist für die meisten Hunde die alltägliche Fütterung ein kleiner, spekatakulärer Freudenakt, verbunden mit mehr oder weniger hoher emotionaler Erregung. Ein nach persönlicher Einschätzung deutlich geringerer Anteil unserer Familienhunde hat ständigen Zugang zur Nahrung.

Das heisst, bei diesen Hunden ist die Futterschüssel stetes gefüllt, und die Futterentnahme erfolgt nach Bedarf. Dass die Fütterung im häuslichen Bereich und dann auch noch zu regelmässigen Zeiten durchaus ihre Schattenseiten haben kann, sollte allen Zweibeinern bewusst sein, die sich eine etwas bessere Bindungs- oder Beziehungsoption gegenüber ihrem Hund wünschen.

Sie verschenken mit der normalen Fütterung hervorragende Möglichkeiten einer Verbesserung der Mensch-Hund-Beziehung. In diesem Zusammenhang ergeht der Ratschlag an alle glücklichen und zufriedenen Hundebesitzer, die Ernährungsgewohnheiten ihrer Vierbeiner einfach so zu lassen, wie sie sind. Alle anderen Zweibeiner jedoch, die gerne ihre Beziehung zum geliebten Vierbeiner reformieren würden, verschenken durch eine normale und regelmässige Fütterung eines der effektivsten Werkzeuge für einen erfolgreichen ‚Reformprozess.

Der Einsatz der sogenannten Handfütterung ist einer der besten Garanten für eine verbesserte Mensch-Hund-Beziehung. Aber nur dann, wenn sie strategisch richtig und somit gezielt durchgeführt beziehungsweise durchgesetzt wird.

Sehr viele Hundebesitzer sehen die Umsetzung der Handfütterung in einem bloßen Aus-der -Hand-Füttern. Die Schüssel des Hundes wird gefüllt, und das Fressen selbst geschieht durch das Abschöpfen und Verabreichen des Futters mit der hand. Besonders effektiv ist diese Form der Fütterung keineswegs, weshalb sie auch gerne als pseudo-handfütterung bezeichnet wird.

Ein Hund der einem aus der Hand frisst, entwickelt noch lange keine Bindungsoptionen, doch genau darauf kommt es in der Zielsetzung einer echten Handfütterung an. Es soll quasi eine Beziehungsorm entstehen und keinesfalls nur eine Umlenkung von der Schüssel auf die Hand.