Hunde und viele andere Tiere werden durch den Vollmond irritiert. Mein Pointer Sino sass als junger Hund vor der Terrassentüre und heulte – ich konnte das Verhalten erstmal nicht wirklich deuten, dann merkte ich, er heulte den Vollmond an. Die Wissenschaftler sagen

dass bei Vollmond die Atmosphäre stärker negativ ionisiert sei, was bei einem Lebewesen mehr Aktivität, bei anderen eine Belastung des Wohlbefindes hervorrufe. Mikroskopisch kleine Einzelteichen im Kopf von Hunden, Katzen, Bienen , Tauben und auch Menschen sind für die Fähigkeit verantwortlich, sich im Gelände über weite Strecken orientieren zu können. So finden Hunde und Katzen über sehr weite Distanzen nach Hause. Sie haben einen Kompass im Kopf.

Bekannte von mir waren vor einigen Monaten gerade umgezogen, als Ihr Hund plötzlich aus dem neuen zu Hause verschwunden war. Sie waren völlig verzweifelt und suchten stundenlang die neue Gegend ab.  Kein Hund weit und breit.   Nach vielen Stunden rief sie ein ehemaliger Nachbar an.  Der Hund war ca. 50 km weit gelaufen um wieder zu seinem alten Heim zu gelangen. Dort sass er nun wartend vor dem Gartentor.  Er konnte garnicht verstehen, warum er nicht reingelassen wurde.   Das ist eine „umgekehrte“ Geschichte, zeigt aber deutlich, dass Hunde nachhause finden können.

Auch Hunde, die von ihren Besitzern, was hier in Spanien leider kein Einzelfall ist, irgendwo auf der Autobahn oder im Gelände aus dem Auto geworfen werden, damit sie sie „vom Halse haben“.   Obwohl die Hunde in völlig fremden Terrain „entsorgt“ wurden, finden viele wieder nachhause.  Manche versuchen es wohl erst garnicht, weil sie so schlecht behandelt oder mißhandelt wurden, dass ihnen das ehemalige zuhause als kein Ort der Freude und des Vertrauens düngt, dem man hinterherlaufen sollte.

Meine Tina lebte zwei oder drei Tage bei mir in der Familie.  Ich machte mit meinem Rudel einen langen Strandspaziergang und Tina lief fröhlich und selbstverständlich mit.   Wie alle meine Hunde, konnte auch Tina sofort frei laufen.    Ich hatte sie irgendwann garnicht mehr beobachtet, daher war es mir entgangen, dass sie hinter den Dünen verschwunden war.  Rufen , locken , zurückgehen, alle Versuche sie zu finden, scheiterten.  Ich setze also meinen Spaziergang fort und ging zwei Stunden später wieder nachhause.

Ich stellte mit Erstaunen fest, dass meine Gartentür verschlossen war.  Ich lasse sie immer offen, falls ein Hund mal nachhause läuft, weil er Angst hat oder aus welchen Gründen auch immer.  Die Türe öffnet kommt mir Tina entgegengeschossen.  Sie war , obwohl ihr Umfeld und Wege noch nicht vertraut sein konnten, auf sicherem Weg wieder zuhause angekommen.  Mein Nachbar hatte sie gesehen und sicherheitshalber das Tor hinter ihr verschlossen.   Hunde haben also kein Problem nachhause zu finden ! – davon bin ich absolut überzeugt.

Weitere Informationen  finden Sie auch hier :   Hundeverhalten, Verhalten des Hundes